In unserer Abteilung, der LTMI, treffen wir uns bei Schichtbeginn zur Einteilung. Dort wird man mit seinem Lehrgesellen, entweder in der Halle oder auf der Rampe, bestimmten Fliegern zugeteilt.

Danach wird, je nach Auftrag, das dazugehörige Werkzeug und Material an der Ausgabe ausgeliehen. Wie man bei den Arbeiten vorgeht, findet man übrigens im „AMM“- dem Aircraft Maintenance Manual. Dies ist unterteilt in verschiedene Kapitel und Unterkapitel: Alle Details zum Flugzeug, Wartungsarbeiten und benötigten Werkzeuge sind hier, für jedes Flugzeug spezifisch, beschrieben.

In der Halle arbeitet man dann die zu den Checks zugehörigen Aufträge ab; Routinearbeiten wie Öl/Hydraulikflüssigkeit füllen, Sichtkontrollen, abschmieren, Federbeine reinigen, Reifen füllen oder wechseln zählen zu den Sachen, die häufig gemacht werden müssen.

Bei Checks, die vom Intervall her nicht so dicht gestaffelt sind, baut man beispielsweise auch mal den ganzen Fan vom Triebwerk auseinander, um alle Schaufeln genauestes zu kontrollieren und überholen zu lassen, und generell den ganzen Fan und Einlass zu überprüfen. Hier gibt es also ein riesen Spektrum an verschiedenen, interessanten Aufgaben.

Am Triebwerk

Am Triebwerk

Abwechslungsreich und immer eine sehr spannende Erfahrung für uns Azubis sind die „Non- Routinearbeiten“, welche man vorher nicht fest einplanen kann. In der Halle erfährt man somit viele Details vom Flugzeug und seinen Systemen.

Auch auf der Rampe hat man stets ein wechselndes Programm und unterschiedliche Flugzeuge, welche man nach der Landung annehmen muss. Diese kontrolliert man und fertigt sie ab und gibt sie, wenn sie technisch in Ordnung sind, frei. Die Flieger werden in der Zeit be- und entladen, betankt, und wir lassen sie nach dem „Pushback“ wieder zur nächsten Destination fliegen.

Am Fahrwerk

Am Fahrwerk

Nach Beendigung der Arbeit ist die Papierarbeit und das Abstempeln der ausführenden Personen an der Reihe. In der Luftfahrt wird alles genau dokumentiert, dass man nachvollziehen kann, wann und von wem die Arbeit erledigt worden ist und auch die weitere Planung für die nächsten Wartungsarbeiten gemacht werden kann. Nach Kontrolle und Abgabe des Werkzeuges und Übergabe an die nächste Schicht endet dann der Arbeitstag.

Das Schöne ab dem 3. Lehrjahr ist, dass man im aktiven Betrieb mitwirken kann, sehr viel sieht & lernt, und es jeden Tag aufs Neue aufregend und interessant ist.

Liebe Grüße aus Frankfurt,

Kira