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Hallo, ich bin es wieder, eure Auszubildende Sabrina von LSG Sky Chefs in München. Heute möchte ich euch erzählen, wie das Essen von unserem Betrieb in das Flugzeug kommt.

Die Ware wird, wie ich in vorherigen Beiträgen bereits beschrieben habe, an der Warenannahme angenommen und in den Küchen verarbeitet. Die Mahlzeiten, Getränke sowie Zubehör werden in die Trolleys gepackt und in Kühlhäuser von den Bereichen zwischengelagert.

Die Bestellung und Informationen, ob das Flugzeug schon gelandet ist und an welcher Position und dem dazugehörigen Terminal es steht, werden in der Einsatzzentrale entgegengenommen, ebenso wie Nachbestellungen oder Anfragen für Crew-Essen. Diese Informationen werden an die Mitarbeiter des Transports weitergegeben.

Die sogenannten Bereitsteller bekommen eine Anweisung auf ihr Diensthandy gespielt, in der Flugnummer etc. enthalten sind. Sie holen die Trolleys mit den angegebenen Labels, auf der die Schlüsselnummern und die Flugnummern stehen, und stellen alle Trolleys für das angewiesene Flugzeug bereit. Kleinere Maschinen, wie z.B. Embraer, brauchen natürlich weniger Trolleys als ein A340, der beispielsweise eine Langstrecke nach Amerika fliegt.

Anschließend geben die  Bereitsteller die Flugnummer im Computer ein und drucken ein sogenanntes  „Check-Sheet“ aus, um zu kontrollieren, ob alle Trolleys für die angewiesene Maschine da sind. Zudem wird ein Allergen-Sheet für die aktuell enthaltene Mahlzeiten-Komponenten dazu gelegt, da laut der LMIV (Lebensmittelinformationsverordnung) alle Allergene der verwendeten Lebensmitteln angegeben werden müssen.

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Anschließend lädt der Belader die bereitgestellten Trolleys in seinen Hubwagen und fährt damit zum Flugzeug auf dem Vorfeld. Hierbei ist zu erwähnen, dass es einen Belader für die vordere Galley (Küchen im Flugzeug) und einen für die hintere gibt. Bei größeren Maschinen wie einer A380 gibt es sogar mehr als zwei Belader.

Wenn die Belader sich auf dem Vorfeld bewegen, müssen sie einige Regeln beachten: Zum Beispiel haben Flugzeuge immer Vorfahrt und Sicherheitsabstände müssen eingehalten werden. Ebenso müssen einige Anweisungen beim Anfahren und Öffnen der Flugzeugtüren eingehalten werden. All diese Regelungen, die der Flughafen München und die Airlines vorgeben, werden bei einem sogenannten „Vorfeld-Führerschein“ und einem „Hubwagen-Führerschein“ gelehrt.

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LSG Sky Chefs Hubwagen bei einem A340

 

Wenn die Belader alle Trolleys an die richtigen Plätze der Flugzeug-Galleys verstaut haben, kommt der Supervisior an Bord. Er überprüft, ob Essen und Zubehör vollständig sind, besonders wird hier die First Class sehr genau geprüft. Falls etwas fehlt, ruft der Supervisior im Betrieb an und es wird unverzüglich ein Nachfahrer geschickt, der das fehlende Essen oder Equipment bringt. Wenn alles passt, übergibt der Supervisior die Trolleys der Crew und das Flugzeug ist aus der Sicht des Caterings startklar.

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Mir persönlich gefällt es sehr gut im Transport, da es eine sehr abwechslungsreiche Abteilung ist. Ich genieße den Kontakt zu den Crews, wenn ich alleine mit einer Nachbestellung oder einer Crew-Mahlzeit zum Flugzeug fahren darf, denn den Vorfeld-Führerschein hab ich selbstverständlich gemacht. Ungewohnt ist es natürlich, nicht nur Autos als andere Verkehrsteilnehmer zu haben, sondern auch Flugzeuge, die höchste Priorität haben, sowie Busse und Gepäckfahrzeuge. Man trägt eine große Verantwortung, aber es macht wirklich Spaß und ich erlebe jeden Tag etwas Aufregendes & Neues. Ich könnte euch noch so Vieles erzählen!

Aber für diesen Beitrag verabschiede ich mich erst mal.

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Bis bald!

Eure Sabrina

 
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