30 Luftikusse erwarten ein spanenden Tag in der Lufthansawelt :-)

30 Luftikusse erwarten ein spannenden Tag in der Lufthansawelt :-)

 

Im Rahmen meines Praktikums bei der Deutschen Lufthansa AG im Bereich Personal durfte ich – Friederike; Hochschulpraktikantin – das Ferienprogramm „Luftikusse 2013“ für Lufthanseaten-Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit organisieren. Nach viel Vorbereitung ist das Programm vor zirka 2 Wochen gestartet und nun begleite ich die Kinder jede Woche durch die Lufthansawelt. In diesem Sinne möchte ich gerne von einem unserer Ausflüge auf die Lufthansa Basis berichten:

Am Dienstagvormittag wurden wir – 30 Luftikusse, 4 Betreuer und ich – sehr herzlich von einem Piloten und einem Flugbegleiter am Tor 20 empfangen.

Wir starteten mit einer Führung durch die Lufthansa-Basis inklusive dem Crew-Keller.

Man zeigte uns, wo und wie sich die Crew auf einen Flug vorbereitet. Beginnend bei der Gepäckzwischenlagerung der Crew, deren Postfächer bis hin zum Board Service Center, in dem sich die Vorbereitungs- und Besprechungsräume befinden und wo man sich zum Dienst meldet. Hier bespricht die Crew unter anderem, wie viele Passagiere an Bord des Fluges sein werden, wie lange die geplante Flugdauer beträgt und wie sich das Team in besonderen Situationen zu verhalten hat.

Während sich die Crew auf einen Flug vorbereitet, geben die Passagiere bereits ihre Koffer auf und checken ein. Die gesamte Vorbereitung bis zum Start des Fliegers kann durchschnittlich zirka 2 Stunden dauern.

Wir haben gelernt, dass der längste  Flug der Lufthansa – nach Japan – zirka 12 Stunden währt. Des Weiteren wurde uns erklärt, dass bei einem Flug Turbolenzen auftreten können, wenn das Flugzeug durch große Wolken fliegt, starken Wind und/  oder Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.

Zudem hat man uns erklärt, dass der Kapitän vier Streifen auf der Uniform trägt. Der Ko-Pilot hat nur drei, der Perser zwei und der Flugbegleiter einen Streifen. Der sogenannte Senior-Ko-Pilot trägt zwei dünne und einen dicken Streifen auf dem Arm seiner Uniform und übernimmt das Steuer, wenn der Kapitän eine Pause macht.  

Ferner erzählte man uns, dass die Ausbildung zum Piloten etwa 2 ½ Jahre dauert. Nach etwa 6 bis 8 Jahren Flugerfahrung kann man Senior-Ko-Pilot werden und nach zirka 14 Jahren Kapitän.  Die Ausbildung zum Flugbegleiter dauert rund 6 Wochen und etwa 5 von 100 Piloten sind Frauen.

Im Anschluss sind wir alle gemeinsam über das Rollfeld gefahren.

Dort haben wir gelernt, dass der Flughafen so groß ist, wie zirka 3200 Fußballfelder und, dass der Frankfurter Flughafen von etwa 100 verschiedenen Fluggesellschaften bedient wird. Diese Fliegen rund 295 Ziele in 100 verschiedenen Ländern an. Überdies landen innerhalb von einer Stunde etwa 45 Flugzeuge in Frankfurt und die Lufthansa fliegt etwa 1200 Flüge am Tag. Hinzukommend liegt der Frankfurter Flughafen im Europavergleich auf Platz 3 hinter London Heathrow und Paris Charles de Gaulle.

Außerdem haben wir gelernt, dass es sogar ein eigenes Terminal für Tiere gibt inklusive einer Tierklinik.

Auf dem Rollfeld finden sich allerlei Fahrzeuge. Somit haben wir gelernt, dass die schwarz-gelben „Follow-me-cars“, auch bekannt als „Kartoffelkäfer“, einem Flugzeug den Weg zeigen und der Mensch mit einem Computer im Arm, der sich zwischen den Fliegern bewegt, der Ramp-Agent ist. Er weiß genau Bescheid, wo etwas verladen werden muss.

Man hat uns erklärt, dass die Regel „Rechts vor Links“ generell auch in der Luft gilt, wobei es da natürlich noch Zusatzregelungen gibt.

Hinzukommend haben wir gelernt, dass ein Flugzeug zirka 300 Millionen Euro kostet und aus 4,5 Millionen Einzelteilen besteht. Das größte Flugzeug kann zirka 550 Passagiere transportieren und wiegt voll beladen etwa 560 Tonnen. Zudem kann ein Flugzeug nicht rückwärtsfahren und wird in diesem Fall von dem sogenannten Schlepper gezogen.

Ergänzend haben wir auf dem Rollfeld Feuerwachen, Treibstofflager, sowie Polizei und Zoll gesichtet.

Dieser kleine Programmausschnitt zeigt etwa ein Achtel dessen, was die Kinder in den fünf Tagen bei den Luftikussen erleben dürfen.

Schon jetzt würde ich die Luftikusse als einen vollen Erfolg bezeichnen. Nun hat schon die dritte Woche begonnen, in der das Programm umgesetzt wird. Jede Woche kommen dreißig neue Kinder ins Haus, die voller Begeisterung unser Programm durchlaufen, auf das auch so mancher erwachsener Lufthanseat richtig eifersüchtig wäre.

Allen Teilnehmern macht es offensichtlich viel Freude das Projekt zu unterstützen. Angefangen natürlich bei den Kindern selbst, aber auch die mitwirkenden Mitarbeiter der verschiedenen Lufthansa Gesellschaften von der Lufthansa AG, über die Help Alliance, LH Passage, LH Systems, LH Technical Training, das Schulungszentrum Seeheim und viele mehr, strahlen jedes Mal, wenn die Kinder zum nächsten Ausflug eintreffen.

Ich bin sehr stolz, dieses Projekt begleiten zu dürfen. Besonders jetzt – wo wir uns mitten in der Umsetzung befinden – sehe ich, dass sich die intensive Vorbereitung so richtig gelohnt hat.