Seit einem halben Jahr bin ich jetzt „Leiter Personalmanagement“ bei CityLine – und zwischendurch bin ich (heimlich) ganz schön am Stöhnen: aufgrund der Standortverlagerung von Köln nach München (unser Unternehmen zieht im September mit der Verwaltung um). Der Personalbereich muss momentan eine absolute Herkulesaufgabe bewältigen, sodass ich direkt ins „kalte Wasser“ geworfen wurde und mich direkt nach Stellenantritt in die verschiedenen Aufgaben stürzte. Dadurch erlebe ich jeden Tag neue Herausforderungen. Zudem wohne ich weiterhin bei Frankfurt und verbringe mindestens zwei Nächte in der Woche im Hotel, zig Stunden im Zug und auf der Autobahn und sehe meine Kinder und meine Frau unter der Woche fast gar nicht mehr. Aber all das war mir bewusst, als ich diese Stelle angetreten habe und dennoch bin ich froh, dass ich hier bin!

Warum?

 

Das Aufgabenspektrum ist unglaublich breit: vom Recruiting neuer Mitarbeiter über die Administration, Gehaltsabrechnung  und Betreuung bis hin zur Personal- und Organisationsentwicklung – das ist eine Bandbreite, die in anderen Unternehmen über eine Vielzahl von Stellen und Abteilungen verteilt ist, hier jedoch mehr oder weniger an einem Ort gesteuert wird.

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Das bin ich…

Dadurch sind die Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten unheimlich groß: im Zuge der Standortverlagerung galt es, die Rahmenbedingungen und Regeln so zu gestalten, dass das Mitkommen für unsere Mitarbeiter attraktiv wird, aber auch so, dass die schwierige Situation für diejenigen abgemildert wird, die nicht mit uns umziehen können. Dann galt es, unsere Mitarbeiter zu befragen, ob sie mit nach München umziehen oder das Unternehmen mittelfristig verlassen.

Und jetzt, nachdem sich jeder Mitarbeiter für oder gegen den Standortwechsel entschieden hat, gilt es, diese jeweilige Entscheidung auch formal sauber umzusetzen.

Gleichzeitig arbeiten wir daran, Stellen nachzubesetzen, neue Mitarbeiter zu rekrutieren, die zu uns passen und die uns weiter bringen und eigenen Mitarbeitern Perspektiven zu eröffnen. All das mit einer Abteilung, die nicht nur selbst vom Umzug betroffen ist, sondern die auch aufgrund von konzernweiten Programmen restrukturiert und verkleinert werden muss.

Die Herausforderungen in dem Projekt sind vielfältig und betreffen nicht nur komplexe inhaltliche Fragen, sondern – angesichts der unternehmenspolitischen Rahmenbedingungen – auch die emotionale Ebene.

Die Nähe zu anderen Bereichen und die Schnelligkeit der Entscheidungsfindung in diesem Unternehmen ist meines Erachtens einzigartig, vor allem ist die CityLine ein tolles Unternehmen, in dem sowohl soziale Verantwortung und Zusammenhalt als auch Unternehmertum groß geschrieben werden – eine Mischung, die man so nicht häufig findet.

Wer jetzt Lust bekommen hat, bei CLH zu arbeiten, der ist vielleicht auch tatsächlich bei uns richtig. Und wer darüber hinaus versteht, dass es im Personalmanagement darum geht, Wandel mit und für Menschen zu betreiben, der ist definitiv aufgefordert, sich zu melden.

Stefan Klingelhöfer