Während des Drehs durfte ich die Regieassistentin sein. Ich hatte während der drei Tage Filmdreh meine eigenen kleinen Aufgaben zu erledigen. Zu meinen Aufgaben zählten: Einverständniserklärungen sammeln und den Ablauf mitkoordinieren „alle Szenen im Kasten..“, war ein gängiger Satz, den ich öfters hörte. Ich verglich den gesprochenen Text mit dem Drehbuch, damit keine wichtigen Passagen vergessen wurden. Manchmal musste ich aber auch helfen, das Kameramaterial zu transportieren. Die Kamera hat der Kameramann immer selbst getragen, aber da gab es noch eine Lampe und verschiedene Mikros: Handmikro, Knopfmikro und die Angel :-) Ja einmal durfte ich sogar selbst die Angel halten, das heißt „der Ton wird geangelt“. Das Mikro wird von oben in die Szene rein gehalten, aber so, dass es nicht im Bild zu sehen ist.

IAP Filmdreh

Dann habe ich auch mal die Nase gepudert und mich mit um alles gekümmert. Um die, die gerade vor der Kamera stehen und total nervös sind, um die, die gleich vor der Kamera stehen, um ihnen die Aufregung zu nehmen, und um die, die warten mussten, das sie erst später im Dreh vorgesehen sind. Meine Betreuerin sagt immer: „Die Stimmung muss gut sein, sonst sind wir nicht produktiv.“

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Das habe ich auf jeden Fall gelernt: Es kann nicht einfach drauflos gefilmt werden, dazu gehört wochenlange Vorbereitung, viel Detailabsprachen, Kreativität und Flexibilität und gutes Wetter.