Hallo Zusammen,

nach meinem Einsatz in der Sitzwerkstatt ging es für mich direkt für zwei Wochen weiter in die Kabinenwartung. Dort werden die Langstreckenflugzeuge nach jeder Landung einem Kabinen R-Check unterzogen. Bei diesem Check wird der Zustand eines jeden Sitzes, der Waschräume und diverser Sicherheitsausrüstungen überprüft.Neueinbau eines Defibrillators Hierzu gehört auch, gebrauchte Sauerstoffflaschen wieder zu füllen. Des Weiterem werden auch Beanstandungen von der Crew, die während des Fluges aufgetreten sind, in die Bordbücher notiert und von der Technik bearbeitet, z.B. wenn eine Kaffeemaschine nicht funktioniert oder sich ein Sitz nicht bewegen lässt.Ein Reset von einem System durchführen

Jeden Morgen werden die Mitarbeiter vom Vormann in Zweier-Teams eingeteilt. Dabei wird auch eine Liste der im Team zu bearbeitenden Flugzeuge ausgeteilt. Auf dieser Liste stehen circa 4-5 Maschinen, die gecheckt werden müssen. Hinzu kommt dann noch, dass eventuelle zurückgestellte Beanstandungen bearbeitet werden müssen, wenn das Flugzeug eine längere Bodenzeit hat.

Die Arbeit beginnt sofort, wenn alle Passagiere ausgestiegen sind und ihr glaubt nicht, was dann alles an einem Flugzeug los ist, denn abgesehen von der Technik sind auch noch die Cleaner und das Catering da.Der Check in der Business Class Somit wird es des Öfteren eng und man muss teilweise akrobatische Bewegungen machen um durch die Gänge zu kommen. Die Sitze werden in Ausgangsposition gefahren

Nach dem ordnungsgemäßen Check werden die ganzen Dokumente (Aufträge) abgestempelt und die Bordbücher abgeschrieben (somit dokumentieren wir unsere Arbeit, die wir aufgrund einer Beanstandung gemacht haben).

Richtig spannend wird es dann, wenn man einen Standby-Call bekommt. Doch was bewirkt dieser Anruf überhaupt? Dieser Call kommt von der Crew, welche mit dem von uns bearbeitetem Flugzeug wieder fliegen möchte. Des Öfteren passiert es, dass eine KaffeemaschiNeueinbau einer Kaffeemaschine ne eine „Starthilfe“ benötigt, ein Gurt ausgetauscht werden muss oder eine Toilettenspülung nicht richtig funktioniert. Dann ist schnelles Handeln und Wissen gefragt, denn man muss zu dem Flugzeug hinfahren und das „Problem“ reparieren oder austauschen. Dies geschieht häufig, wenn das Boarding grade begonnen hat oder es schon beendet ist und alle Passagiere im Flugzeug sitzen.

Ein besonderes Erlebnis in diesen zwei Wochen war z.B. ein Troubleshooting (Fehlersuche), welches ich anhand von Manuals (Unterlagen, die uns in diesem Fall unterstützen den Fehler herauszufiltern) im Cockpit durchführen durfte. Hierbei war ein Lavatory (eine Toilette) kaputt und wir sollten es auf die elektrische Funktion testen. Dabei kann man mehrere Tests vom Cockpit aus starten und bekommt gemeldet, ob der Test OKAY oder FAULT (fehlerhaft) ist. Bei uns war das Lavatory nach dem Test in einem einwandfreien Zustand – somit konnte es problemlos benutzt werden.

Troubleshooting im Cockpit

Durch den Einsatz in dieser Abteilung hat man wieder mehr Erfahrungen sammeln können. Dies ist ein wichtiger Schritt, um immer mehr Zusammenhänge und Verknüpfungen zu der Komplexität des gesamten Flugzeuges herstellen zu können.

Habt ihr auch Lust, die Luftfahrttechnik hautnah zu erleben? Dann schaut doch mal unter www.be-lufthansa.com vorbei und informiert euch über ein Schülerpraktikum oder einen Ausbildungsplatz bei der Lufthansa Technik AG!

Bis zum nächsten Mal, ich freue mich auf euch!

Eure Martina