Hallo zusammen! Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, ist die Airline-Industrie besonders hart von der Corona-Krise betroffen, daher wollten wir Euch mal ein kleines Update geben, was das eigentlich für uns duale Studenten bedeutet. Wir haben Euch drei kleine Erfahrungsberichte aus den letzten Monaten zusammengestellt und hoffen Euch so einen guten Einblick geben zu können. Viel Spaß beim Lesen! :)

 

Duales Studium und Home-Office – wie passt das zusammen?

von Laura Findner

Vor zwei Wochen hieß es für uns wieder: ab ins Büro! Aufgrund der aktuellen Situation waren wir natürlich gespannt wie sich dieser Praxiseinsatz gestalten würde, uns war klar, dass die Herausforderung diesmal größer sein würde. Unsere bisherigen Einsätze waren davon geprägt, dass wir unser Team im Büro kennenlernten und täglich mit den Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiteten. Durch die Corona-Krise hat sich jedoch auch an dieser Front vieles verändert. Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, arbeitet ein Großteil unserer Belegschaft aus dem Home-Office. Während dies zu normalen Zeiten für uns Studenten nicht vorgesehen war, haben auch wir seit März die Erlaubnis von zu Hause aus zu arbeiten. Einem Kollegen oder einer Kollegin dann mal schnell über die Schulter zu schauen, um etwas zu lernen, gestaltet sich so natürlich schwieriger. Hinzukommt, dass viele Kolleginnen und Kollegen in Kurzarbeit sind, sie arbeiten also weniger als sonst. Am Ende erfordert es noch mehr Initiative von uns, um uns neues Wissen anzueignen und Teil des Teams zu werden. Es bedeutet, dass wir noch besser kommunizieren und selbstständiger arbeiten müssen. Ich persönlich sehe die neue Situation jedoch als Chance die eigene Entwicklung voranzutreiben und neue Arbeitsweisen und Konzepte auszuprobieren. Letztendlich sitzen wir mit allen Kolleginnen und Kollegen im selben Boot und unterstützen uns gegenseitig dabei, die neuen Herausforderungen zu meistern. Und sind wir mal ganz ehrlich, Home-Office hat natürlich auch seine Vorteile ;)

 

Ein kurzes Vergnügen – Auswirkungen von Corona auf den Auslandseinsatz

von Leonardo Esmaieli

Die Corona-Pandemie hat uns alle vor große Herausforderungen und neuartige Rahmenbedingungen gestellt. In meinem letzten betrieblichen Studienabschnitt durfte ich meinen Einsatz im Ausland absolvieren. Für mich ging es Mitte Februar 2020 nach Los Angeles zur Lufthansa Cargo. In den folgenden zwei Monaten war geplant, dass ich das Sales-Team der Cargo, welches zuständig für die Westküste der Vereinigten Staaten ist, unterstütze und spannende Einblicke in die Cargo-Welt erhalte.

Zu Beginn meiner Reise in die USA hätte wohl niemand erahnen können, dass das Corona-Virus das internationale Geschehen derart im Griff haben würde. Während Ende Februar die Lage in Europa dramatischer wurde, spürte ich während meiner ersten zwei Wochen in den USA wenig davon. Anfang März bahnte sich an, dass die Corona-Pandemie in den USA zu einem langanhaltenden Problem werden könnte. Aus diesem Grund veranlasste die US-Regierung am 11. März 2020 einen Einreisestopp für Europäer. Kurz nach Bekanntgabe der Meldung erhielt ich einen Anruf von drei LVK-Kollegen, die ebenfalls ihre Auslandseinsätze in den USA absolvierten. Nachdem wir mehrere Stunden warten mussten, bis in Deutschland der nächste Arbeitstag begann, wurde meinen KollegeInnen und mir mitgeteilt, dass wir mit dem nächsten Flieger zurück nach Hause fliegen müssen. Nach einer schlaflosen Nacht begab ich mich mit gemischten Gefühlen zum Flughafen nach Los Angeles und trat den Rückflug an. Wie sich später herausstellte, könnte dies auch einer der letzten A380-Flüge der Lufthansa gewesen sein.

Einige Tage nach der Ankunft in Deutschland wurde klar, dass der vorzeitige Abbruch des Auslandseinsatzes und die Rückreise die richtigen Entscheidungen waren. In den kommenden Wochen ging es für mich in einem Krisenteam des Einkaufs weiter, das Unterstützung aufgrund der zunehmenden Arbeitsbelastung benötigte.

 

Leo hat seinen Auslandseinsatz bei der Lufthansa Cargo in Los Angeles absolviert Quelle: https://www.flickr.com/photos/66019457@N08/23590458205

Leo hat seinen Auslandseinsatz bei der Lufthansa Cargo in Los Angeles absolviert Quelle: https://www.flickr.com/photos/66019457@N08/23590458205

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Corona-Semester – von Zoom, Skype und co.

von Niklas Großmann

Das vierte Semester war etwas ganz Besonderes! Das COVID-19 Virus, Corona, hat Auswirkungen auf alle Bereiche unseres Lebens und natürlich auch auf unseren Unialltag. Doch was hieß das konkret für unser viertes Semester?

Wie ihr ja bereits wisst, absolvieren wir normalerweise ein Präsenzstudium. Das heißt wir sitzen in jeder Vorlesung mit unseren Kommilitoninnen und Kommilitonen in einem Hörsaal und verfolgen die Vorlesung unserer Dozenten. Da in den Räumlichkeiten leider nicht genug Platz für alle Studierende unter Berücksichtigung der Abstandsregelungen vorhanden ist, wurden unsere Vorlesungen auf ein Online-Format umgestellt. Zu Beginn war das für alle Beteiligten eine neue Situation und es hat ein paar Wochen gedauert bis sowohl wir als auch die Dozenten sich daran gewöhnt hatten. Ihr kennt es bestimmt selbst aus der Schule, sogar für sehr banale Dinge wie eine Meldung mussten neue Lösungen her. Anstatt einfach die Hand zu heben, muss eine Frage im Chat angemeldet oder eine Meldefunktion aktiviert werden.

 

"Die Uni" in Zeiten von Corona ..

„Die Uni“ in Zeiten von Corona ..

Auch wenn es schön war für eine Vorlesung um 8 Uhr morgens erst um 7:45 aufzustehen und trotzdem pünktlich und fit teilzunehmen, vermissen wir doch alle sehr den direkten Austausch mit den Professoren, Dozenten und vor allem den Kommilitonen. Da gerade dies den berühmten Blick über den Tellerrand und den direkten Kontakt mit Kommilitonen bzw. Freunden ermöglicht. Trotz (oder gerade wegen?) der neuen Situation ist das Semester super schnell vergangen und nun sind wir schon wieder zurück in einer neuen Praxisphase.

Wir hoffen Euch hat dieser kleine Einblick gefallen. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Eure Studis