Zuerst einmal ein herzliches Willkommen zurück! Für alle neuen Leser stelle ich mich noch einmal kurz vor: Mein Name ist Laura Kügelchen, ich bin s.t.i.p-Teilnehmerin 2012 und studiere an der Goethe Uni in Frankfurt Wirtschaftswissenschaften im zweiten Semester. Nachdem ich beim letzten Mal über meinen Büroalltag berichtet habe, möchte ich euch nun von einem ganz besonderen Seminar in Seeheim berichten!

Direkt nachdem ich gestern Abend meinen PC heruntergefahren habe, geht es für mich los zu meinem Lufthansa Seminar nach Seeheim. Nach der Ankunft stellen wir fest, dass noch ein wenig Zeit ist und so erkunden wir mal ein bisschen die Gegend, indem wir einen ausgiebigen Waldspaziergang machen. Ja, auch das darf man sich an einem Seminarwochenende mal gönnen :) Abends kommt der Teil, den die meisten Lufthanseaten so schätzen – die ganze Gruppe trifft sich, es wird gegessen, viel gelacht und einfach gesellig zusammen gesessen.

Der Businesslook am ersten Tag

Der Businesslook am ersten Tag

Heute Morgen gibt es kein Entkommen vor meinem Wecker – mit dieser Erkenntnis wache ich um 8 Uhr auf (und das ist für ein Seminar eine wirklich verträgliche Zeit!). Beim gemeinsamen Frühstück gibt es bereits die wildesten Spekulationen, was uns denn so erwartet,  jedoch fundiertes Wissen über ein Stil- und Etiketteseminar hat niemand von uns. So machen wir uns um 10 Uhr auf in unseren Trainingsraum, wo uns bereits unsere Trainerin Katharina Starlay erwartet.

Zum Einstieg geht es um die Dos und Don’ts im Geschäftsleben. Auch wenn es auf den ersten Blick einfach aussieht, man muss eben erst einmal wissen, wer wem das Du anbieten darf, wie man sich in schwierigen Situationen verhalten soll und was ein absolutes No-Go ist. Hierzu findet direkt das erste Gruppenspiel statt, mit dem Ziel, uns und die Trainerin besser kennen zu lernen. Und dann folgt die klassischste aller Übungen: eine Selbstpräsentation vor der Gruppe.

Auch wenn ich mir vorher sicher war, meine s.t.i.p.-Kollegen schon ein wenig zu kennen, werde ich eines besseren belehrt. Aber Kommunikation ist ein so wichtiger Teil unseres alltäglichen (Arbeits-)Lebens, dass wir genügend Zeit bekommen, um uns auszutauschen und so ist es im Nu 13 Uhr. Da jeder mal eine Pause braucht, gönnen auch wir uns eine und genießen das Mittagsbuffet in Seeheim :)

Nachmittags folgt dann ein gerade für uns Frauen sehr interessantes Programm: das Aussehen. Bevor es in die Praxis geht, muss aber zuerst einmall Theoriewissen her. Also bekommen wir alles über Gesichtsformen, die dazu passenden Frisuren, Bärte, Schmuck, Brillen, aber auch Körperformen und Stilrichtungen erzählt. Auch hierzu gibt es wieder eine Übung und die ganze Gruppe darf beratend beiseite stehen, was wirklich hilfreich ist, denn zumindest ich habe vorher nicht gewusst, dass ich ein eher herzförmig-ovales Gesicht habe. Wüsstet ihr, ob ihr ein rundes, ovales, eher eckiges, herzförmiges oder tropfenförmiges Gesicht habt? Oder ob ihr eher der klassische, sportliche, avantgardistische oder legere Typ seid? Diese Liste geht bei Proportionen, Farben und allen möglichen Aspekten weiter. Kurzum: um seinen Stil zu finden, muss man ganz schön viel trockene Theoriearbeit leisten!

Die Praxis macht dann aber umso mehr Spaß: Wir dürfen uns vor den Spiegel stellen und werden von Kopf bis Fuß analysiert. Die Trainerin und alle Kollegen bilden dabei eine perfekte Kooperation, denn langjährige Erfahrung trifft auf den frischen Blick von einem Haufen 20-jähriger, die eher nach den Kriterien „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“  entscheiden :) Und auch die Männer kommen dabei übrigens nicht zu kurz, denn auch bei einem Anzug gibt es viele „Fallstricke“. Angefangen bei der Farbwahl, über die Krawatte bis hin zum Hemdkragen muss für ein gutes Outfit alles abgestimmt sein.

Zum Abschluss lernen wir dann auch noch eine ganz praktische Sache, nämlich wie man ein Sektglas und etwas zu essen auf einer Hand hält. Versucht es zuhause doch einfach mal mit einem Sektglas und einer Servierte mit Schokolade drauf, es ist gar nicht so einfach!

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen - ganz casual am Abend

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen – ganz casual am Abend