Hallo aus dem Lufthansa Cargo Center,

das letzte Mal haben wir euch noch von unseren ersten Wochen und Eindrücken als neue StartCargo Trainees berichtet und jetzt sind wir schon mitten drin in unserem ersten Praxiseinsatz. Während wir also in der Orientierungsphase einen ersten Überblick über die Welt der Lufthansa Cargo erlangen konnten, tauchen wir nun tiefer in spezielle Themen und Prozesse ein.

Unser erster Einsatz ist im Handling Frankfurt im Lufthansa Cargo Center (LCC). Hier, wo das „klassische“ Cargo Geschäft abgewickelt wird, fließt ca. 80% der gesamten Lufthansa Cargo-Tonnage. Ihr könnt euch also vorstellen, dass hier ein ganz schöner Betrieb herrscht und dass viele Prozesse im LCC eine entscheidende Rolle für die Qualität und Pünktlichkeit spielen. Dank unseres Umlaufs haben wir die Chance hautnah den Verlauf der Fracht mit zu verfolgen – angefangen bei der Frachtannahme, über die Frachtplanung und –steuerung, zum Paletten- und Containeraufbau bis hin zur Frachtkoordination auf dem Vorfeld und schließlich der Frachtausgabe an den Kunden.

Während unseres Einsatzes  durften wir unsere Kollegen in den verschiedenen Bereichen mehrere Tage lang begleiten und haben somit schnell die einzelnen Aufgaben und Verantwortlichkeiten kennen gelernt. Dies hilft uns das Gesamtbild und den täglichen Ablauf der Lufthansa Cargo noch besser zu verstehen. Und wieder wurde uns bewusst, dass wir hier keinen gewöhnlichen Büro-Alltag leben, sondern direkt am Geschehen sind und Laptop und Drucker gegen Warehouse und Vorfeld eintauschen.

Unser absoluter Höhepunkt war es eine Frachterbeladung der MD11F und der 777F live mitzuerleben. Zuerst durften wir den Ladeplanern über die Schultern schauen. Schnell wurde uns klar, wie schwierig es ist, die Fracht richtig und sicher zu verplanen und den Frachter darüber hinaus im Gleichgewicht zu halten. Dabei sollte man natürlich auch die Position der Paletten und Container im Hinterkopf behalten, denn es fliegt nicht nur Standardfracht mit der Lufthansa, sondern unter anderem auch radioaktives Material, lebendige Tiere und verderbliche Güter.

Ausgestattet mit den Ladeplänen ging es anschließend aufs Vorfeld zur Rampenabfertigung. Hier haben wir die Palletten und Container auf ihre Richtigkeit überprüft und standen schon wenige Augenblicke später im Inneren des Frachters und staunten nicht schlecht, als sich dieser langsam aber sicher mit ca. 90 Tonnen füllte. Dabei ist es nicht immer einfach die Fracht aufgrund ihrer Maße und Charakteristiken durch die manchmal recht schmal wirkende Ladetür zu schleusen. Nachdem die Fracht aber sicher beladen und verzurrt wurde, überreichten wir dem Captain persönlich die Flugzeugdokumente. Danach ging es für uns wieder zurück auf den Boden wo wir den Pushback des Fliegers verfolgt haben, bis sich dieser schließlich auf den Weg nach Toronto gemacht hat.  

Nach diesen spannenden Erfahrungen sind wir für unsere ersten Projekte, die in wenigen Wochen beginnen, ideal gewappnet. Wir freuen uns schon sehr darauf und werden euch bald wieder auf dem Laufenden halten!

 

Bis bald,

eure

Anja & Feliks