Hallo liebe Blog-Fans,

heute möchte ich euch von meinem Cross-Training berichten. Vier Abteilungen in 2 Wochen, das klingt nach reichlich neuer Erfahrung.

Mein Cross-Training begann um 08:30 Uhr in der Küche. Nachdem das Frühstücksbuffet abgebaut wurde, begann die Vorbereitung für den nächsten Tag. Wurst- und Käseplatten mussten belegt, Obst und Gemüse hergerichtet und der Frühstückswagen mit Marmelade, Müsli und getrocknetem Obst aufgefüllt werden. Anschließend ging es für mich in die Kalte Küche. Dort hieß es auch für mich, das Messer in die Hand nehmen und mithelfen, kleine Gemüsesnacks in Form zu schneiden. Auch der zweite Tag startete für mich im Frühstücksdienst. In unserem Buffetrestaurant werden morgens auch warme Speisen angeboten, welche frisch zubereitet werden. Ich kümmerte mich also um das Nachfüllen der warmen Speisen, wie Speck und Würstchen sowie die Zubereitung des Rühreis. Es war wirklich ungewohnt, einen Schneebesen in der Hand zu halten, der fast größer war als ich selbst. Und ein bisschen Salz hieß dort nicht eine Prise, sondern eher eine ganze Hand voll. Anschließend ging es an das Dekorieren für das Oktoberfest Special. Jeden Morgen bekamen die Gäste in der Zeit des Oktoberfestes die Möglichkeit, sich an den traditionellen Speisen Bayerns zu bedienen.

In voller Kochuniform

In voller Kochuniform

Die Zeit in der Küche ging schneller vorbei als gedacht. Nun war ich im Service eingeteilt. Ein besonderes Ereignis war dort das Ausrichten eines Events in Tipi-Zelten oberhalb des Hotels. Die Gäste bedienten sich am Buffet mit typisch rustikalen Speisen und konnten sich während ihrer Mittagspause mit Kollegen austauschen, während wir sie mit Getränken versorgten. Anschließend hieß es, das gesamte Werk wieder abzubauen. Alles musste hinunter ins Lager geräumt werden: Bänke, Buffettische, Kühlschränke und Leergut.

Tipi-Zelte am Rande der Bergstraße :-)

Tipi-Zelte am Rande der Bergstraße :-)

Am zweiten Tag durfte ich den Ablauf einer Abendveranstaltung miterleben. Zu meinen Aufgaben zählten dabei, das Eindecken und Dekorieren der Tische, die Begrüßung der Gäste mit Cocktails in unserer Vinothek sowie die Versorgung am Abend mit Getränken.

Der Bonhoeffer-Saal ist vorbereitet

Der Bonhoeffer-Saal ist vorbereitet

Die dritte Station des Cross-Trainings war das Housekeeping. Die Hauptaufgabe an diesem Tag war das Checken verschiedenster Zimmer. Angefangen mit den Executive Zimmern bis hin zu einzelnen Business Zimmern wurde die Sauberkeit, Ordnung und Vollständigkeit geprüft. Ich werde übrigens nie wieder in ein Hotelzimmer gehen können, ohne die Lampenabdeckung auf Staub zu überprüfen ;-). Aber auch das Kontrollieren und Dekorieren der öffentlichen Bereiche oder das Verteilen von Treatments auf den Zimmern gehören zu den täglichen Aufgaben einer Hausdame.

Den letzten Tag meines Cross-Trainings verbrachte ich an der Rezeption. Hier merkt man besonders die Internationalität unserer Gäste. Gute Englischkenntnisse sind hier Voraussetzung, um dem Gast den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu machen. An diesem Tag waren meine Aufgaben der Check-In und Check-Out der Gäste sowie die Kodierung der Zimmerkarten.

Alles in Allem war diese Zeit voll mit neuen Erfahrungen und Eindrücken und ich war sehr froh, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, das Hotel, seine einzelnen Abteilungen sowie die Teams und Mitarbeiter näher kennenzulernen.

Bis morgen :-)

Eure Julia