Probezeit: CHECKED!

Hallo zusammen,

vor etwa zwei Monaten habe ich euch über meinen Ausbildungsstart bei der Lufthansa Technik in Frankfurt informiert und möchte euch heute berichten, was ich bis jetzt erlebt habe, wie es momentan weitergeht und welche Projekte in der nächsten Zeit anstehen.

 

Blick aus der Lehrwerkstatt

Blick aus der Lehrwerkstatt

 

Vor zehn Tagen habe ich mit 30 weiteren Azubis die Probezeit bestanden! Wir haben in dieser teilweise anstrengenden Zeit bewiesen, dass wir den Ausbildungsanforderungen gewachsen und auch lernwillig sind. Die Erwartungen an uns während dieser drei Monate waren sehr hoch. Damit meine ich weniger die Grundkenntnisse, sondern den Willen, sich das Vemittelte auch aneignen zu wollen und zu fragen, falls Unklarheiten bestehen.

Während dieser Zeit waren wir, neben der Berufsschule, hauptsächlich in der Lehrwerkstatt des Ausbildungsbetriebs und haben zusätzlich einen Englischkurs belegt, da wir zukünftig mit Handbüchern in englischer Sprache arbeiten werden.

 

Im Englischunterricht lernt man grundlegende Begriffe aus der Luftfahrt

Im Englischunterricht lernt man grundlegende Begriffe aus der Luftfahrt

Wie versprochen, kann ich euch nun etwas mehr über die Berufsschule berichten! Die Einführungs- und Kennenlernwochen sind jetzt vorbei, sodass wir uns in unserem zweiten Schulblock schon mehr mit dem eigentlichen Thema beschäftigen konnten: dem Flugzeug. Warum fliegt es? Welche Arten von Flugzeugen gibt es und welche Technik steckt eigentlich in so einem Großraumjet? Während dieser zwei Wochen konnten wir viele neue Erkenntnisse rund ums Flugzeug gewinnen, wiederholten allerdings auch einige grundlegende Themen, wie mathematisches Grundrechnen und Physik, wie man es aus der Schulzeit kennt. Neu dazu kam zum Beispiel die Hausinstallationstechnik, welche wir als praktisches Fach belegen.

 

In der Lehrwerkstatt setzen wir momentan die Metallverarbeitung fort. In zahlreichen Lehrgängen haben wir gelernt, wie man das US-amerikanische Zollsystem anwendet, richtig nietet und kantet. Anschließend waren wir nun in der Lage, das Ganze praktisch umzusetzen.

Aus dem U-Stahl wurde übrigens die Grundplatte für mein, bis jetzt, umfangreichstes Werkstück. Hier wurden alle Kenntnisse gefordert, was eine gute Woche in Anspruch nahm. Es wurde gefeilt, gebohrt, Gewinde geschnitten und vieles mehr. Am Ende ist es eine Dritte Hand geworden, die mich zukünftig auch Zuhause beim Löten unterstützen wird. :-)


Grund- und Tragplatte der Dritten HandBohren der Löcher mit einer StandbohrmaschineDie fertige Dritte Hand

Man merkt allerdings, dass auch hier die Einführungsphase so langsam vorbei ist. Die Geschwindigkeit nimmt von Tag zu Tag zu, was aber nicht heißt, dass wir eher quantitativ, statt qualitativ arbeiten – ganz im Gegenteil! Mit den gesammelten Erfahrungen werden an uns auch höhere Erwartungen in Bezug auf die Präzision gestellt. Neben der „normalen“ Arbeit gibt es demzufolge auch Tage, an denen wir eine „Zeitarbeit“ bewältigen müssen. Hier muss man innerhalb eines Arbeitstages ein anspruchsvolles Werkstück herstellen, was zum einen mit viel Zeitdruck, aber auch mit Spaß verbunden ist. Hier kann man seine Fähigkeiten mal so richtig auf die Probe stellen.

 

Bohren des Nietblechs

Bohren des Nietblechs

Das nächste Werkstück wird ein Nietblech sein, welches wir bis Weihnachten herstellen. Im nächsten Jahr fangen wir dann mit neuen Projekten an, welche bis hin zum richtigen Strukturbauteil eines Flugzeugs reichen. Ende April werden wir dann den letzten Niet setzen und damit die interessante, aber auch anstrengende Zeit in der Lehrwerkstatt abschließen. Weiter geht es dann mit Lehrgängen zur Flugzeugelektronik und schließlich auch an die Flugzeuge.

 

 

Als ersten Höhepunkt sind wir Auszubildenden an einem Frankreich-Austausch beteiligt, bei dem wir für einige Wochen das Ausbildungssystem vor Ort kennenlernen. Darauf freue ich mich schon besonders und werde natürlich auch davon berichten.

Alles in allem sind wir in dieser recht kurzen Zeit eine tolle Gemeinschaft geworden, die sich gegenseitig hilft und auch außerbetrieblich etwas unternimmt.

 

Ich hoffe, dass ich euch auch diesmal einen interessanten Einblick in den ersten Ausbildungsabschnitt geben konnte und freue mich natürlich auf Fragen zur Ausbildung oder Anregungen zu meinem Bericht.

Weitere Infos zu diesem oder anderen Ausbildungsberuf/en bei der Lufthansa Technik AG  findet ihr unter www.be-lufthansa.com

 

Weihnachtsbaum der LH-Technik

Weihnachtsbaum der LH-Technik

 

Abschließend wünsche ich euch schöne Weihnachtsferien und ein frohes Fest! Bleibt gesund und kommt gut ins neue Jahr 2015! Wie ihr seht, haben auch die Elektroniker der Technik schon vorgesorgt :-)

 

Bis zum nächsten Mal! Ich freue mich auf euch!

Euer Oliver