3. Woche: MUC

 

Liebe Leser,

diese  Woche drehte sich alles ums Ticketing! Mittlerweile sind wir übrigens dazu übergegangen, nicht mehr ganz so früh aufzustehen. Dienstbeginn war nun also 9 Uhr, und das jedoch wie gewohnt jeden Tag an einem neuen Arbeitsplatz. Den Bereich des Ticketing decken sowohl die Ticketschalter außerhalb des Sicherheitsbereiches, als auch die Service Centres im Abflugbereich und die Lounges ab. An all diesen Stationen konnten wir diese Woche ins Tagesgeschäft reinschnuppern. Wie ihr euch vorstellen könnt, geht es beim Ticketing längst nicht mehr nur um den Verkauf von Flugscheinen. Außerhalb des Sicherheitsbereiches geht es häufig um Umbuchungen, Upgrades oder das Bezahlen von Übergepäck. Besonders stressig wird es jedoch, wenn Flüge ausfallen. Da im Moment Ferien sind und alle Maschinen ohnehin voll sind, ist es mehr als schwierig, stehengebliebene Passagiere auf andere Flüge umzubuchen. Da können die Emotionen der Gäste leicht mal überkochen und auch damit muss man leider umzugehen lernen. Auch an den Service Centern treten viele Passagiere mit großen Problemen an die Mitarbeiter heran. Viele haben zum Beispiel ihren Anschlussflug verpasst, verschlafen oder auch einfach nicht gefunden. In den meisten Fällen kann dies sehr teuer werden und die Gäste wissen oft kaum, wie sie das bezahlen sollen. Und obwohl es viele traurige Situationen gibt, gibt es auch viele Gäste, denen man wirklich helfen kann und die sehr dankbar sind. Insgesamt war Ticketing ein sehr spannender Bereich, jedoch auf eine ganz andere Art und Weise als Check-in. Beim Check-in konnten wir viel mehr selbst machen, da die Software wesentlich weniger komplex war. Andererseits waren die Probleme der Gäste beim Ticketing anspruchsvoller und interessanter.
Zum Abschluss der Woche lernten wir noch die Gepäckförderungsanlage kennen. Dort werden Koffer auf insgesamt 44km Fließbändern sortiert, durchleuchtet und weiterbefördert.

Gepäckabfertigung

Gepäckabfertigung

Für Außenstehende ist es erst einmal schwierig, sich in der großen Gepäckhalle zurecht zu finden und es ist mir immer noch ein Rätsel, wie die Mitarbeiter das Gepäck innerhalb von 30 Minuten von einem Flugzeug zum nächsten bringen können. Die Kollegen sind jedoch stets glücklich, wenn sie uns etwas erklären können und freuen sich über unser Interesse. Am Lost and Found Schalter lernten wir dann noch, wie man verloren gegangenes Gepäck ausfindig machen kann und welche verrückten Wege die Gepäckstücke manchmal gehen. Auch diese Woche waren die gewonnenen Eindrücke facettenreich und spannend. Die Zeit geht wirklich viel zu schnell vorbei…!

 

Bis nächste Woche,

Eure Marleen