Hallo ihr Lieben!

Am Sonntag war es soweit: ich bin nach dem Frühdienst zum letzten Mal – für dieses Jahr zumindest – aus einem meiner Dirndl geschlüpft und habe es voller Wehmut zu den anderen zurück in den Kleiderschrank gehängt.


Hinter meinen Kollegen und mir liegen zwei aufregende Wochen. Ich hatte wieder zahlreiche interessante und schöne Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, die eine wunderbare Zeit in unserer schönen Stadt verbracht und mir vorgeschwärmt haben, wie toll unser Land, seine Bewohner und unsere Traditionen doch sind.
Und dazu gehört ja inzwischen auch die Tracht des Lufthansa-Bodenpersonals am Münchner Flughafen während des Oktoberfestes.
Es macht mich schon ein bisschen stolz, da ich ja nun schon seit knapp 15 Jahren Teil dieser Tradition bin und diese auch wirklich gerne lebe.


Einige Oktoberfeste habe ich aufgrund der Geburten meiner Kinder und der anschließenden Elternzeiten zwar verpasst, aber ich habe währenddessen oft an die Kollegen gedacht und sie auch ein bisschen beneidet, dass sie diese schöne Zeit erleben dürfen.
Der Großteil unserer Gäste ist so gut gelaunt und bekommt leuchtende Augen, wenn wir sie nach ihren Erlebnissen auf dem Oktoberfest fragen. Selten ist es so einfach, ein angenehmes Gespräch mit Ihnen zu beginnen.


Es waren spannende Tage: wir haben diverse Flüge in unseren neuen Lufthansa-Trachten abgefertigt, saßen bunt gemischt auch mit privaten Trachten an den Check-In- und Ticketschaltern, waren Fotomotiv für zahlreiche Gäste und haben auch im Kollegenkreis das Oktoberfest besucht.


Tatsächlich habe ich es – trotz meines Arbeitszeitmodells in Teilzeit – geschafft, alle meine Dirndl mal zu einem Dienst zu tragen und auch auf das Oktoberfest habe ich es mit einigen geschafft.


Aber jetzt ist es wieder Zeit für unsere Uniform, so dass wir wieder das gewohnte, einheitliche und seriöse Erscheinungsbild vor unseren Gästen abgeben. Doch nach der Wiesn ist vor der Wiesn… die nächste Trachtensaison kommt wieder – ziemlich genau in einem Jahr ;-) Ich freue mich schon!
Eure Julia