Freitagmorgen um 06.00 Uhr: schon wieder schließen wir das Büro zu einer so frühen Zeit auf, aber der Gedanke an einen spannenden Arbeitstag und einen frühen Feierabend am Freitagnachmittag machen uns trotzdem gute Laune. Die Projektarbeit hat für uns nicht nur den Vorteil, dass wir sowohl die Abwechslung zwischen Büro und Abfertigungsgeschehen genießen können, sondern wir können uns unsere Arbeitszeiten relativ flexibel einteilen. Abhängig von gut gebuchten Flügen fangen wir entweder schon recht früh morgens an, wie heute, oder wir bleiben noch bis zum Peak um 19.00 Uhr, an dem besonders viele Flieger in kürzester Zeit aus München starten. Zusätzlich ist es wichtig, dass auch samstags mal Flüge gemessen werden, da hier besonders während der Sommerferien im Gegensatz zu z. B. Montagmorgen vorwiegend Urlaubsreisende fliegen. So kommt es, dass wir uns während unserer Projektzeit auch einen Samstag herausgesucht haben, an dem wir zur Arbeit kommen. Stattdessen dürfen wir dann an einem beliebigen anderen Tag unsere gesammelten Plusstunden abbauen und so haben wir nächste Woche dann ein verlängertes Wochenende. Nachdem wir fleißig die vollen Morgenflieger gemessen haben, gönnen wir uns eine Pause an der derzeitigen Attraktion des Münchner Flughafens: der künstlichen stehenden Welle, die von Lufthansa in Zusammenarbeit mit dem Flughafen München während der Sommerferien unter dem Motto „Surf & Style“ aufgebaut wird. Um die Welle herum sind Liegestühle und Strandbars aufgebaut und Sommermusik lädt zum Relaxen ein. Auch wenn wir Flughafenmitarbeiter gerade nicht in den Urlaub fliegen können, sondern allen anderen beim Wegfliegen zuschauen, können wir hier wenigstens während unserer Mittagspause ein bisschen Strandfeeling genießen. Wir beide machen es uns auf Liegestühlen bequem, schauen den Surfern auf der Welle zu und lassen die Woche Revue passieren. Immerhin haben wir wirklich tatkräftig an unserem Projekt weitergearbeitet.

Pause bei der Welle

Pause bei der Welle

Für den Nachmittag nehmen wir uns deshalb schon einmal die Auswertung der Messergebnisse vor. Dazu bekommen wir auch von unserem Projektleiter aus Frankfurt Unterstützung, der uns zu Beginn des Projekts bereits eine kleine Einführung in die Statistikauswertung gegeben hatte und uns erklärte, wie wir die Tabellen in Excel aufbauen sollen. Gerne können wir aber auch noch unsere eigenen Ideen und Vorstellungen in die Auswertung mit einbauen, sodass am Ende unseres Einsatzes alle Messdaten, die momentan an verschiedenen Lufthansa-Stationen auf der ganzen Welt erhoben werden, in unsere Auswertungsdatei eingefügt werden können und man so einen Gesamtüberblick über alle Daten erhält. Dies soll dann helfen Optimierungen beim Einsteigeprozess, den Referenzmodellen zum zeitlichen Ablauf, dem Sitzplatzangebot an Bord und dem Warteschlangenmonitoring vorzunehmen. Unsere Arbeit kann also letztendlich einen großen Stein ins Rollen bringen, auch wenn wir jetzt noch nicht so genau wissen, wohin die Reise am Ende gehen soll. Aber mit jeder Messung, die wir durchführen, tragen wir einen Teil dazu bei, dass Lufthansa stetig verbessert werden kann und wir auch in Zukunft noch Mitarbeiter einer Airline mit einem vielfältigen, qualitativen, sicheren und fortschrittlichen Produkt sein können.

Messungen am Gate

Messungen am Gate

In genau einer Woche endet auch leider schon unser letzter kaufmännischer Einsatz. Und damit rücken wir dem Ende unserer Ausbildung immer näher. Im November ist bereits die Abschlussprüfung, in der unser erlerntes Wissen aus der Berufsschule und den operativen Bereichen abgefragt wird.

Und damit verabschieden wir uns nach einer aufregenden und ereignisreichen Woche bei euch. Wir sind schon gespannt, was die nächsten Wochen für uns bringen, denn hier am Flughafen wird es nie langweilig und es ist uns jede Menge Abwechslung geboten. Wir hoffen, wir konnten euch diese Woche einen kleinen Einblick in unsere Ausbildung zu Servicekaufleuten im Luftverkehr geben und hoffen, dass ihr euch nun besser vorstellen könnt, was unsere Ausbildung beinhaltet und wie sich die Arbeit am Flughafen gestaltet.

Bis bald,

eure Stephie und Sandra

 

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