Hallo ihr Lieben,

ich freue mich, meinen ersten Blogeintrag verfassen zu dürfen, um euch von meiner Reise nach Teheran zu berichten. Kurz zu mir: Mein Name ist Jenny, ich bin 26 Jahre alt und arbeite nun seit fünf wunderschönen Jahren bei der Lufthansa als Flugbegleiterin.

Vor einigen Wochen entdeckte ich Teheran im Iran, als letzten Flug des Monats Juli in meinem Dienstplan. Was würde mich in dem für mich unbekannten Ziel erwarten? Zunächst erwartete mich eine kurze Flugzeit von 4 Stunden und 30 Minuten. In Teheran gelandet, bedeckten nicht nur die weiblichen Passagiere ihr Haar mit einem Schal oder Tuch, sondern auch wir weiblichen Crewmitglieder bekamen eine, zur Uniform einigermaßen farblich passende, Kopfbedeckung, um uns so der muslimisch geprägten Kultur anzupassen. Nachdem wir alle unser Gepäck abgeholt hatten, folgte eine einstündige Busfahrt in einem großen und komfortablen Crew Bus. Auch im Hotel wurde auf eine „angemessene Kleidung“ hingewiesen, also das Bedecken von Haar und Körper, inklusive Armen und Beinen. Fragen zum Outfit beantwortete uns der hilfsbereite Rezeptionist freundlich und geduldig.

Teheran ist die Hauptstadt des Irans und hat zusammen mit dem Umland circa zwölf bis vierzehn Millionen Einwohner. Die Stadt ist von Bergen umgeben, sodass ich bereits von meinem Hotelzimmer aus einen spektakulären Blick auf die Landschaft hatte.

Teheran

Teheran

Am nächsten Tag traf ich mich mit zwei Kolleginnen und dem Kapitän, welcher uns netterweise begleitete, um zum „Tajrish Bazaar“, einem lokalen Markt, zu gehen. Direkt daneben befindet sich die „Imamzadeh Saleh“ Moschee, welche ebenfalls zum Besichtigen einlädt.

Imamzadeh Saleh Mosque Teheran

Imamzadeh Saleh Mosque Teheran

Der Markt selbst bietet eine Vielfalt an Gewürzen, getrockneten Früchten und Nüssen an, aber auch frisches Obst und Gemüse, leckere Fruchtsäfte und sogar Haushaltsartikel sind zu finden.

Souk Darban Teheran

Souk Darban Teheran

Nach dem Markt sind wir kurz zurück ins Hotel gefahren, wo wir uns frisch gemacht haben, bevor wir uns wieder zum Abendessen trafen.

Das ausgewählte Restaurant befand sich unweit vom Hotel, aber dennoch etwas weiter oben in den Bergen. Statt an Tischen und Stühlen setzte man sich hier barfuß oder mit Socken in eine Art abgetrennter Kabine auf einen Teppich auf den Boden. Beim Essen haben wir uns dafür entschieden, verschiedene kleine Gerichte zu bestellen und diese dann zu teilen. So gab es frisches Fladenbrot, welches in eine leckere Auberginenpaste (Baba Ganoush) gedippt werden konnte, Hähnchen mit Reis und Pommes und kleine Salate. Es war etwas ungewohnt, nicht wie üblich an einem Tisch zu essen, aber für mich machen gerade diese neuen Erfahrungen meinen Beruf so einzigartig und besonders.

Nach dem Essen habe ich mich noch kurz hingelegt und anschließend ging es auch schon in fünf Stunden und zehn Minuten durch die Nacht wieder nach Hause. In vierundzwanzig Stunden kann man keine ganze Stadt kennenlernen, aber ich habe mich gefreut, erste Eindrücke und neue Erfahrungen in Teheran sammeln zu dürfen, die ich in einem weiteren Aufenthalt vor Ort in der Zukunft noch vertiefen kann.

Bis bald,
eure Jenny