Hallo zusammen,

ich bin draußen in der großen Flugzeugwelt angekommen. Wie sieht das in der Praxis aus?
Ich habe Einsätze in den verschiedenen Werkstätten, wodurch ich jeden Bereich des Flugzeuges kennenlerne. Für mich beginnt es in der Sitzwerkstatt. Dort werden alle Sitze, vom Cockpit- über den Attendant- bis zum Economysitz gewartet. Die Hauptaufgaben sind Modifikationen an den Sitzen durchzuführen oder sie zu reparieren, wenn etwas im Flug kaputt gegangen ist.Die Kabelanschlüsse der Sitze werden überprüft. Allerdings gehört Teppichbodenwechseln auch zum Aufgabengebiet der Sitzwerkstatt. Wie oft schätzt ihr, werden die Teppiche in unseren Flugzeugen ausgetauscht? Dies findet alle vier bis fünf Wochen statt!

Die anfallenden Aufgaben werden morgens vom Vormann verteilt. Somit erwartet einen jeden Tag etwas Neues, in den unterschiedlichen Bereichen und an unterschiedlichen Flugzeugen, dadurch weiß man auch nicht, was einem als nächstes erwartet. Ich habe einen eigenen Lehrgesellen, dem ich zuerst über die Schulter schaue und dann die Reparatur unter Aufsicht alleine mache.

Austauschen der Sitztaschen.

 

Man fährt mit dem Auto direkt an den Flieger und bekommt somit auch mal Kontakt zur Crew. So bleibt es immer spannend und abwechslungsreich. Die meiste Arbeit findet draußen auf dem Vorfeld statt, und das hat einen ganz besonderen Reiz. Denn auf dem Vorfeld ist immer alles in Bewegung und es ist schon beeindruckend, mit dem Auto direkt neben dem größten Passagierflugzeug, dem A380 zu fahren. In der A380 Halle

 

Eins meiner Highlights war es, einen Stretcher ein- und auszubauen. Ein Stretcher ist eine Liege, welche über drei Sitzreihen gebaut wird, um z.B. jemanden mit einem gebrochenem Bein, das er ausstrecken muss, zu transportieren. Dazu werden die Rückenlehnen von zwei Sitzreihen nach vorne geklappt und die Liege mit Stützen darüber gebaut.

Im Cockpit gibt es auch SitzeAber richtig interessant war der Einbau eines PTC. Was ist das eigentlich? Ein PTC (Patient Transportation Compartment) ist eine vollausgestattete, fliegende Intensivstation. Allein die Liege ohne medizinische Geräte und ohne Trennwände kostet eine Million Euro. Ja, es ist kaum zu glauben, aber so etwas kann man auch in ein normales Passagierflugzeug einbauen. Es ist echt erstaunlich, was alles durch die Luft transportiert werden kann, oder?

Habt ihr auch Lust, die Luftfahrttechnik hautnah zu erleben? Dann schaut doch mal unter www.be-lufthansa.com vorbei und informiert euch über ein Schülerpraktikum oder einen Ausbildungsplatz bei der Lufthansa Technik AG!

Bis zum nächsten Mal!

Eure Martina