Servus,

vor einiger Zeit hatte ich bereits die Gelegenheit über die Ausbildung zu einem IHK-Ausbildungsscout zu berichten. Nun war es endlich so weit, mein erster Einsatz stand an.

Pünktlich um 07:30 Uhr trafen wir, eine Mentorin des Projektes, eine weitere Auszubildende und ich, uns vor der vereinbarten Münchner Realschule. Obwohl der Unterricht erst um 8 Uhr begann waren schon einige aufgeregte Schüler unterwegs. Nicht selten spürte ich die verwirrten Blicke der jüngeren. Die Uniform zeigt ihre gewohnte Wirkung.

Nach einem kurzen formlosen Briefing, auf einer Parkbank am Schulgelände, ging es auch schon in die für uns Freigestellte neunte Klasse. Vorab hatte uns unsere Mentorin ein paar Erfahrungsberichte von vorherigen Einsätzen gegeben und uns mit ein paar wertvollen Tipps vorbereitet. Die erste Aufregung war uns damit schon genommen. Anders ging es da den Schülern. Es schien fast so als ob kaum einer genau wusste warum wir genau da waren. Eigentlich auch wurscht – Hauptsache kein Unterricht. Als wir von der Klassenleiterin vorgestellt wurden bestätigte sich für einige die Annahme, dass sie sich, zumindest in der ersten Stunde, nicht anstrengen mussten. Die Kunst war nun die Schüler trotzdem für unser Kommen zu begeistern. Die Beauftragte der IHK leistete hierfür sehr gute Vorarbeit.

Wir hatten uns vorab darauf geeinigt, dass ich beginnen würde. Nun war es also so weit. Mein Plakat hing gut sichtlich an der Tafel und ich begann über meine Ausbildung zu reden. Ich erzählte alles was mir so durch den Kopf gesprudelt ist. Oftmals ist es schwierig den Überblick zu behalten über relevante und uninteressante Dinge. Trotz meiner anfänglichen Bedenken nicht genug zu erzählen zu haben, um die 15 Minuten zu füllen, geriet ich in einen Redefluss und berichtete von meinem Bewerbungsprozess, meinem Arbeitsalltag und meinen zukünftigen Plänen.
Ich hatte durchweg das Gefühl, dass ich die Schüler nicht langweilte, was meine größte Sorge war. Dies bestätigte sich als sie begannen sehr interessiert Fragen zu stellen. Im Nachhinein erfuhr ich, dass es in dieser Realschule eine Wochenstunde mit Berufsfindungsunterricht gab. Dadurch waren die Schüler bereits weitestgehend ansprechbar, für das doch teilweise sehr sensible Thema „Weiterbildung“. Für einige stand bereits fest in welche Richtung sie einmal gehen möchten und trotzdem interessierten sich gerade diese Schüler extrem für unsere vorgestellten Berufe.
Nach dem sehr lebendigen Vortrag meiner Kollegin über ihre Ausbildung als Mediengestalterin in Digital und Print, kamen noch einige Fragen bezüglich den oftmals überspitzten Anforderungen für Bewerber. Auch hierbei konnten wir alle zufrieden stellen und verliesen den Unterricht mit dem Gefühl etwas erreicht zu haben. Auch die Nachbesprechung, was man an seinem Vortrag so verbessern könnte, fiel durchweg positiv aus.

MUC

Insgesamt war das eine sehr schöne und auch für mich hilfreiche Erfahrung. Ich freue mich schon auf meinen zweiten Einsatz nächste Woche.

Liebe Grüße und Servus aus München

Basti