Ja, das geht, aus Wunsch kann Wirklichkeit werden – und es fühlt sich unglaublich gut an!

Mein Name ist Susanne Berthold-Neumann und ich bin die Programmverantwortliche für das Konzerntraineeprogramm ProTeam.

Ein Bestandteil des ProTeam Konzeptes heißt „ProInnovation“ und beschäftigt sich ganz allgemein mit Innovationen. In den vergangenen zwei Jahren haben wir hier verschiedene Dinge ausprobiert, haben Design Thinking kennengelernt und neue Ideen bearbeitet.

Anfang 2017 sah ich einen Beitrag in der ARD „go west, genies“ und dort stellte Pascal Finette die Singularity University in Palo Alto vor. Ich hatte augenblicklich den Wunsch, mit den ProTeamlern dorthin zu fliegen, ich war fasziniert von der Idee, dass sich dort so viele Menschen versammeln, die an das Überübermorgen denken.

Wie gut würde das zum Motto von ProTeam „go shape the future“ passen!

Also rief ich die Singularity University an, sprach mit ihnen über ihre Ansätze, ihre Angebote und ob sie eventuell eine Idee hätten, wie wir zusammen kommen könnten. Innerhalb weniger Tage hatte ich ein Konzept auf dem Schreibtisch, das mir sehr gut gefiel.

Die Idee ließ mich nicht mehr los und ich fing an, mit verschiedenen Kollegen darüber zu reden. Alles immer auf der Ebene „das wäre doch toll“ und „man müsste das mal ausprobieren“. Also eher ein Wunsch als ein Plan.

Als ich merkte, dass nicht nur ich die Idee gut fand, fing ich an, konkret an einem Konzept zu arbeiten.

ProTeam war vor drei Jahren neu konzipiert worden mit dem Wunsch, junge kreative Köpfe ins Unternehmen zu holen, eine Gruppe von möglichst diversen Menschen, die unterschiedliche Studienrichtungen, Denkweisen und Kulturen zu uns bringen. Wir wissen, dass diverse Teams die besten Ergebnisse bringen, auch weil sie Strukturen aufbrechen, ungewohnte Pfade gehen, kreativer und innovativer sein können als homogene Teams. Ein wirklich guter Ansatz, der uns viele starke Persönlichkeiten gebracht hat.

ProTeamler und ihre Tandempartner

ProTeamler und ihre Tandempartner

Ich bin aber auch der tiefen Überzeugung, dass man die Zukunft nicht mit jungen, kreativen Köpfen alleine meistern kann. Dies würde dem heutigen Management, das die Lufthansa zu dem gemacht hat, was wir heute sind, nicht gerecht. Es wäre ein Fehler, diese Erfahrungen und Erfolge nicht zu wertschätzen, anzuerkennen und von ihnen zu lernen.

Auf der anderen Seite scheint Erfahrungswissen, das bisher wichtig war, um die nächsten Jahre zu gestalten (siehe Stellenausschreibungen: langjährige Berufserfahrung in….), heute kein Garant mehr zu sein für eine erfolgreiche Zukunft. Man kann hier viele Beispiele nennen, vom der maschinellen Produktion zum 3D-Druck, vom Diesel zum autonomen Elektroauto, von der Bankfiliale zu Kryptowährungen und vieles mehr.

Aus dieser Haltung entstand die Tandem-Idee, also junge ProTeamler mit erfahrenen Managern zu verbinden und gemeinsam zur Singularity zu fahren, sich gemeinsam mit exponentiellen Entwicklungen zu beschäftigen, von der Sichtweise des anderen lernen, gemeinsam vielleicht eine völlig andere Zukunft vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen.

Diese Idee stellte ich zunächst der neuen Generation ProTeam vor. Diese Reaktion hatte ich nicht erwartet! Große Augen, staunende Gesichter, pure Begeisterung! Gemeinsam stellten wir dann die Idee beim Lufthansa Innovation Fund Board vor, um für dieses Pilotprojekt das Geld zu bekommen.

Und – wir bekamen es!

Draußen vor der Tür wartete der Rest der Gruppe auf Florian, Sabrina und mich und ich kann gar nicht sagen, wie groß die Freude bei allen war, welche Welle der Begeisterung durch uns alle ging und wir es alle nicht richtig glauben konnten! An dieser Stelle möchte ich mich bei allen ProTeamlern, die mich aktiv unterstützt haben und geholfen haben, dass aus Wunsch Wirklichkeit wird bedanken! Das war eine großartige Teamarbeit!

ProTeam, die Tandempartner und Susanne bei der Vorbereitung für die Singularity University

ProTeam, die Tandempartner und Susanne bei der Vorbereitung für die Singularity University

Seither haben wir alle neben den normalen Aufgaben wirklich viel zusätzliche Arbeit in das Gelingen des Projektes gesteckt: die Tandempartner wurden im gesamten Konzern gesucht und auf verschiedenen Managementebenen gefunden, neue Kommunikationsplattformen wurden genutzt, um nicht so viele mails zu schreiben, die Tandems haben sich getroffen und diskutiert, es gab ein gemeinsames Treffen mit fast allen Tandems, um zu besprechen, wie wir die Ergebnisse in den Konzern tragen wollen und alle haben daran gearbeitet, passend zum Tandem Firmenbesuche im Silicon Valley zu organisieren, die im Anschluss stattfinden werden.

In wenigen Tagen geht es los und wir freuen uns alle sehr – wir wollen vor allem aus dem Besuch der Singularity und aus den Firmenbesuchen etwas mit zur Lufthansa Group zurückbringen!

Wer möchte, kann diesem außergewöhnlichen Projekt auf den verschiedenen social media Kanälen folgen!

Lufthansa @ Singularity University

 

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