Im Rahmen des StartTechnik Graduate Management Traineeprogramms der Lufthansa Technik AG wird jedem Trainee eine erfahrene Führungskraft als Mentor zur Seite gestellt. Was steckt dahinter und welche Vorteile ergeben sich für beide Seiten?

Bereits bei meiner Bewerbung konnte ich im online verfügbaren Informationsblatt nachlesen, dass das „Mentoring durch erfahrene Führungskräfte“ eines von vielen Bestandteilen des internationalen Traineeprogramms der Lufthansa Technik ist. Doch was würde das konkret in meinem Arbeitsalltag bedeuten? Würden private Themen in gemütlicher Atmosphäre über einem alkoholischen Kaltgetränk besprochen oder in eher angespannter Atmosphäre über hochtrabende berufliche Themen philosophiert? Ich konnte mir zu Beginn meines Programms wenig darunter vorstellen; mittlerweile weiß ich, die Wahrheit liegt – wie so häufig – in der Mitte, und wird vor allem von Mentoren und Mentees selbst geprägt.

Meet the Management der Trainees im Escape Room am 31. August

Es handelt sich um eine von beiden Seiten freiwillig eingegangene Verbindung, bei der keine disziplinarische Abhängigkeit zwischen Mentor und Mentee besteht – dementsprechend ist sie auch eigenverantwortlich zu gestalten. Dabei soll der Mentor den Mentee bei seiner persönlichen sowie beruflichen Entwicklung unterstützen, da in einer geschützten, auf persönlichem Austausch basierenden Verbindung individuelles Potenzial besser erkannt, gefördert und umgesetzt werden kann. Zusätzlich fungiert der Mentor auch als Ansprechpartner und gegebenenfalls Vermittler bei Problemen und Konflikten. Des Weiteren kann der Mentee bei der Einsatzwahl während seiner Traineezeit vom Netzwerk des Mentors sowie seinen Ratschlägen profitieren, um für ihn und seine berufliche Entwicklung möglichst passende Projekte zu finden. Dies gilt im Besonderen bei der Suche nach einer Anschlussposition am Ende des 18-monatigen Traineeprogramms.

Gemeinsames Grillen der Trainees mit Programmleitung und Mentoren am 21.September

Soviel zur Theorie – und wie sieht die Realität aus? Tatsächlich finden sich viele der erwähnten Elemente auch in den Gesprächen mit den Mentoren – auch meinem – wieder. So konnten in vielen Fällen bereits wertvolle Tipps, Erfahrungen sowie Kontakte ausgetauscht werden. Dennoch darf man sich keine Illusionen machen – der Mentor ist und soll auch kein Wegbereiter für eine steile Karriere sein, sondern vielmehr ein persönlicher Berater, mit dem mögliche Handlungsoptionen durchgesprochen werden können. Auch der Zugriff auf das Netzwerk des Mentors erfolgt nicht durch die Weitergabe eines Stapels von Visitenkarten oder Outlook-Kontakten, sondern allenfalls in Bezug auf ein konkretes Projekt oder zukünftige Einsatzbereiche.

Mentoring bei Lufthansa Technik ist keine Einbahnstraße: Die erfahrenen Führungskräfte können ebenso von dem Netzwerk der jungen Nachwuchskräfte profitieren und im gegenseitigen Austausch neue Blickwinkel und Optionen aufgezeigt bekommen. Dazu dienen neben den regelmäßig stattfindenden persönlichen Treffen zwischen Mentor und Mentee auch Gruppenevents , die während des Traineeprogramms stattfinden, während der sich die Mentoren auch untereinander über ihre Erfahrungen austauschen können.

Trainees der 15. und 16.Generation bei ihrer offiziellen Verabschiedung in Anschlusspositionen bei Lufthansa Technik am 26.September

Im Idealfall steht der Mentor nicht nur während, sondern auch nach Abschluss des Traineeprogramms dem Mentee beratend zur Verfügung, sodass eine nachhaltige Beziehung geschaffen wird. Auch wenn die Mentoren zeitlich sehr im täglichen Geschäft eingespannt sind und einem nicht zu jeder Zeit Rede und Antwort stehen können, empfinde ich das Mentoring als eine wichtige Säule des Traineeprogramms.

 


 

StartTechniker Kurzprofil

Julian Weber hat am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Wirtschaftsingenieurwesen mit den Schwerpunkten Operations Research, Supply Chain Management & Logistik studiert. Während seines Studiums absolvierte er Praktika im Controlling bei Bilfinger und der Geschäftsfeldentwicklung von Bosch in Südostasien. Zudem sammelte er im Rahmen eines weiteren Praktikums erste Erfahrungen im Lufthansakonzern und konnte seine Kenntnisse im Bereich Supply Chain Management der Flugzeugüberholung anwenden. Im Anschluss blieb er durch das Nachwuchsförderprogramm „TechnikTalents“ in engem Kontakt mit Lufthansa Technik. Zurzeit ist Julian in seinem zweiten Traineeeinsatz bei der Lufthansa Technik Maintenance International in Frankfurt und arbeitet dort in einem Projekt zur Optimierung der Wegezeiten in der Flugzeugwartung für das externe Kundengeschäft. In seinem vorherigen Einsatz bei der Lufthansa Technik Logistik Services in Hamburg arbeitete er an der Weiterentwicklung und Optimierung des internationalen Logistiknetzwerks für die Geräteversorgung. In seiner Freizeit treibt Julian gerne Sport und erkundet fremde Länder – sein letzter Trip brachte ihn erstmals nach Panama.

 

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  1. Ich suche eine job

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