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Wir sind Tobias und Julia und studieren an der Uni Hamburg im Masterstudiengang IT-Management und Consulting (kurz ITMC). Aktuell sind wir im 4. Semester und schreiben jeweils unsere Masterarbeit im Bereich “IT for logistics” der Lufthansa Technik AG in Hamburg.

Da die Lufthansa Technik eines der Förderunternehmen ist, die unseren Studiengang unterstützen, konnten wir die LHT bereits im letzten Semester in einem Praktikum kennenlernen. Das Praktikum ist fester Bestandteil des Studiums und man kann es sich als Praxisprojekt vorstellen, im Rahmen dessen von den Studierenden eine Aufgabe eigenständig erarbeitet und vorgestellt wird. 

Unser Thema lautete die “Digitale Materialakte” und es ging darum, Materialien in der Logistik eindeutig identifizieren zu können. So können alle relevanten Informationen zum Material, zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden. In einer nutzerzentrierten und agilen Vorgehensweise haben wir einen Prototyp entwickelt und evaluiert, der alle wichtigen Informationen in einem neuen, benutzerfreundlichen User Interface anzeigt und so die Mitarbeiter im Versand optimal unterstützt. So konnte der Prozess für den einzelnen Mitarbeiter vereinfacht werden und ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung gegangen werden.

Da uns die enge Zusammenarbeit mit der Logistik, die praktische Arbeitsweise und die Möglichkeiten zur Digitalisierung gut gefallen haben, haben wir uns schnell dazu entschieden auch unsere Masterarbeiten bei der Lufthansa Technik zu schreiben.

Thema der beiden Masterarbeiten ist die Identifikation von Potentialen der Digitalisierung in der Logistik. Dabei betrachten wir den gleichen Prozess aus zwei verschiedenen technischen Perspektiven. 

Tobias´ Masterarbeit thematisiert den Einsatz von Sprachverarbeitungstechnologien, bei denen der Anwender in natürlicher Sprache mit einem System sprechen kann. Die Anwendung dieser Technologie kommt heute schon zunehmend im privaten Umfeld zum Einsatz und hat z.B. durch Siri und Alexa an Bekanntheit gewonnen.

Julias Masterarbeit untersucht den Einsatz von Augmented Reality in der Logistik. Unter Augmented Reality (auch erweiterte Realität genannt) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realität. Dazu werden z.B. zusätzliche digitale Inhalte im Sichtfeld des Anwenders dargestellt. In der Praxis wird die Technik oft durch Smartphones oder AR Brillen wie z.B. die Microsoft HoloLens oder Google Glass realisiert.
In der Industrie bzw. der Logistik ist der Einsatz beider Technologien noch nicht so stark verbreitet.

Zwei AR Brillen: Google Glass und Vuzix

Zwei AR Brillen: Google Glass und Vuzix

Als beispielhaften Prozess haben wir uns auf den Inventurprozess festgelegt, da dieser große Potentiale zur Digitalisierung bietet. Die Inventur wird bei der LTLS größtenteils als permanente Inventur durchgeführt. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter in den Lagern täglich Inventuren für bestimmte Materialien durchführen müssen. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter dabei bestmöglich durch den Einsatz von Technik zu unterstützen. 

Dazu entwickeln wir einen Prototyp, der anschließend in Form einer Nutzerstudie von den Mitarbeitern im Lager getestet und evaluiert werden kann. 

Im Anschluss an die Evaluation sollen Potentiale identifiziert und Kriterien festgelegt werden, anhand dessen der Einsatz dieser Technologien bewertet werden kann. 

Besonders spannend finden wir beide die Möglichkeit unsere Ergebnisse direkt vor Ort im Lager zu erproben und dadurch das gewonnene Feedback wiederum in die Entwicklung einfließen zu lassen. 

Wir freuen uns auf die weitere Zeit und hoffen, dass unsere Ideen auch weiterhin gut angenommen werden.