Gestern habe ich euch berichtet, bei welchen Aufgaben ich die Abteilung e-Learning and Traininginnovation unterstütze. Heute beschreibe ich einen weiteren Teil meiner Tätigkeiten in Seeheim. Bei einer Anzahl von ca. 60 Mitarbeitern ist es notwendig Prozesse zu standardisieren. Diese Standards müssen erstmal herausgearbeitet und dann an alle Beteiligten kommuniziert werden. Hierfür finden interne Workshops statt.

Um mich selbst auch schlau zu machen, recherchierte ich welche Lernziele es gibt, wie man diese formuliert und wer Bloom war. Die Inhalte arbeitete ich auf und stellte die Ergebnisse in einem Meeting vor.

Blooms Taxonomie: kognitive Lernzieldimensionen

Diese Inhalte konnten in die Workshops integriert werden und ich durfte meine ersten Gehversuche als Co-Trainerin machen. Auf der einen Seite habe ich mich sehr über die Chance gefreut und auf der anderen Seite war ich sehr nervös und leicht verunsichert, ob ich diese Aufgabe schaffe.

Wie ist die Rolle Co-Trainerin als Praktikantin gestaltet? Ich begleite die Trainer und Trainerinnen im Workshop und beteiligte mich an den Inhalten und Übungen.

An dieser Stelle wurde mir ganz besonders bewusst: nur Übung macht den Meister. Vor einer Gruppe stehen, Inhalte vermitteln, in den Übungen beratend zur Seite zu stehen und Diskussionen zu führen – so was kennt man auch aus der Uni; aber vor einem Teilnehmerkreis zu stehen, dessen Erfahrungsschatz so groß ist, ist nicht einfach. Und das muss man üben, üben, üben.

Was mir besonders gut gefallen hat an dieser Erfahrung: die Gewissheit, dass jeder aus diesem Teilnehmerkreis auch so angefangen hat und nervös und unsicher war. Doch alles hat mit ein paar Versprechern, welche für Lacher sorgten und die Atmosphäre lockerten, geklappt und ich bin um die Erfahrung „früh übt sich, wer ein Meister werden will“, reicher.