Liebe Blog-Leserinnen und Leser,

in unserer letzten Woche des Traineeumlaufs ging es für uns nach Frankfurt. Wir flogen Montag früh mit dem ersten Flieger Richtung Süden und hatten ein volles Programm. Zuerst ging es in die Abteilung Aircraft Engineering, das die Flugzeughalter bei der Flugzeugwartung unterstützt. Pro Jahr werden hier 76.000 Checks durchgeführt. Hauptkunde ist die Deutsche Lufthansa AG, aber auch 20 weitere Kunden werden von der Lufthansa Technik in diesem Bereich betreut. Besonders die Entwicklung sowie Optimierung von Instandhaltungsprogrammen gehört zu den Kernaufgaben des Aircraft Engineerings. In einer Fallstudie probierten wir uns selber mal an einer Optimierung eines Instandhaltungsprogramms und merkten schnell, dass es sehr viele Ursache-Wirkungs-beziehungen gibt, die es zu beachten gilt. Es ist beeindruckend, wie nah hier in Frankfurt am Flieger gearbeitet wird und man ist im Aircraft Engineering im wahrsten Sinne des Wortes „Mittendrin statt nur dabei“. Kurz darauf verbrachten wir unsere erste Kaffeepause auch direkt am Vorfeld und winkten den Piloten zu :)

Kaffeepause am Vorfeld

Kaffeepause am Vorfeld

Ein weiteres Highlight war unser Besuch in der A380-Halle. Wahrhaftig ein Bauwerk der Superlative: 180m breit, 140m tief und 45m hoch… drei A380 passen hinein. Als wir die Halle betraten, standen zwei Flieger drin und uns wurde mal wieder klar, dass wir es hier mit dem größten Passagierflugzeug der Welt zu tun haben. Wir hielten die Köpfe nur noch nach oben und bekamen unsere Blicke nicht mehr von diesen großen Maschinen los. Es war sehr beeindruckend, so ein großes Flugzeug aus der Nähe zu betrachten und alle Einzelheiten und Details kennenzulernen. Für den A380 werden größere und stärkere Geräte benötigt als für andere Flugzeugtypen, denn selbst in der Wartung handelt es sich beim A380 um eine ganz andere Dimension. Wir liefen durch die Economy-, die Business- und die First-Class, sahen uns den Frachtraum an, saßen im Cockpit, steckten unsere Köpfe in die Luken der Tragflächen und bestaunten deren Technik. Auch von den riesigen Triebwerken waren wir beeindruckt und mussten direkt mal ein Generationsfoto schießen!

Die A380-Halle

Die A380-Halle

Der A380 von oben :)

 

Im Cockpit

Im Cockpit

 

Ein bisschen Spaß muss sein :)

Ein bisschen Spaß muss sein :)

 

Wir am Triebwerk :)

Wir am Triebwerk :)

 

Nach diesem spannenden Tag trafen wir uns abends bei einem Afterwork Meet’n‘ Greet mit anderen aktiven und bereits ausgefädelten Trainees aus Frankfurt.

Afterwork Meet’n‘ Greet

Afterwork Meet’n‘ Greet

An unserem dritten Tag in Frankfurt machten wir einen kleinen Roadtrip nach Alzey zur Lufthansa Technik Aero Alzey. Dieses 100%ige Tochterunternehmen der LHT kümmert sich um die Instandhaltung von Triebwerken der Regionalverkehrsflugzeuge und fährt damit eine sehr spezielle, aber effiziente Strategie. Alzey ist nämlich nach den Triebwerksherstellern General Electric und Pratt & Whitney Canada der weltweit führende Anbieter von Instandhaltungsleistungen für diese Triebwerkstypen. Es war spannend, ein mittelständisches Unternehmen mit diesem sehr speziellen Produkt kennenzulernen. An dem Tag wurden wir von einem der technischen Geschäftsführer durch das Unternehmen geführt und dabei blieb natürlich keine Frage offen.

Wir in Alzey

Wir in Alzey

An unserem letzten Tag in Frankfurt hospitierten wir in der Line Maintenance auf der Rampe. Dabei bekam jeder Trainee auch seinen eigenen Betreuer und es ging direkt los, denn Arbeit gab es genug. Man reichte sich an jedem Flieger mit der Crew die Hand und fühlte sich an diesem Tag richtig Backstage :)

Dann bringen wir die Flieger mal wieder in die Luft :)

Dann bringen wir die Flieger mal wieder in die Luft :)

Am Ende unseres Umlaufs haben wir nochmal unsere Highlights in einem kleinen Video für euch festgehalten.

Dennoch ist zu sagen, dass vor allen Dingen die vielen Menschen, die wir in den letzten drei Wochen kennenlernen durften, den Umlauf für uns ausgemacht haben. Jeder Einzelne hat sich sehr viel Zeit für uns genommen, hat seine eigene Geschichte erzählt… persönlich wie auch fachlich… und hat uns daran teilhaben lassen. Fakt ist: Die drei Wochen gingen viel zu schnell vorbei, es gibt zu viele spannende Abteilungen bei der Lufthansa Technik für nur vier Traineeprojekteinsätze und wir werden den Umlauf alle wohl für immer in bester Erinnerung behalten :)

Ich hoffe sehr, dass euch mein Blog gefallen hat und freue mich sehr über eure Fragen und Anregungen. Und wie gesagt… vielleicht sehen wir uns ja bald bei der Lufthansa Technik hier auf der Basis!

Viele Grüße,

Eure Melissa