Liebe Freunde der Lüfte,

in meinem heutigen Artikel könnt ihr meinen Weg von der Online-Bewerbung über das Training bis zum ersten Flug verfolgen. Im Wesentlichen werde ich kurz auf folgende Punkte eingehen:

  • Meine Online Bewerbung
  • Das Assessment Center
  • Die 6-wöchige Ausbildung
  • Meine Trainingsflüge
  • Überraschungsthema :)
  • Vorschau auf den nächsten Artikel

Meine Online Bewerbung

Begonnen hat im Oktober 2013 alles mit meiner Bewerbung. Über die Website der Germanwings  https://www.germanwings.com/de/4u/unternehmen/karriere.html

Link zum Karriere-Portal der Germanwings

Link zum Karriere-Portal der Germanwings

erhielt ich wertvolle Informationen zu den Anforderungen und dem Bewerbungsprozess, ehe ich auf die Seite https://www.career.aero/germanwings-cabin weitergeleitet wurde, um mein Bewerberprofil anzulegen. Sehr schnell bekam ich eine positive Antwort und musste einen kurzen Online- Test u.a. zum Allgemeinwissen und den Grundlagen der englischen Sprache bearbeiten. Danach dauerte es auch nicht mehr lange bis ich eine Einladung zum Assessment Center erhielt.

Das Assessment Center

Mein Assessment Center -kurz AC- fand in einem Tagungsraum eines Hotels in der Nähe des Stuttgarter Flughafens statt. Es dauerte in etwa einen Arbeitstag (ca. 8 Stunden) und bestand aus mehreren Stufen. Jede einzelne Stufe musste für ein Weiterkommen bewältigt werden. Bei unserem AC saßen vier sogenannte „Line Manager“, die später an den unterschiedlichen Stationen unsere direkten Vorgesetzten wurden, im Gremium. Teilweise ist zwischen den Stufen mit längeren und nervenzehrenden Wartezeiten zu rechnen. Am Ende der Veranstaltung wurden den erfolgreichen Bewerbern in einem kurzen Feedbackgespräch ihr zukünftiger Einsatzort und der Beginn der Schulung in Köln genannt. In den meisten Fällen konnte die Wunsch-Station berücksichtigt werden.

Die 6-wöchige Ausbildung

Die Flugbegleiterausbildung findet im hauseigenen Schulungszentrum in Köln-Gremberghoven statt. Noch bevor die erste Stunde begonnen hatte, lief ich einem ganz besonderen Mädchen über den Weg, doch was es mit ihr auf sich hat, dazu komme ich später. Zunächst einmal der grobe Ausbildungsablauf, da dieser je nach Verfügbarkeiten der Räume und Trainer auch variieren kann.

https://www.facebook.com/pages/Germanwings-Trainingscenter/197856376980742?fref=ts

Facebook Link zum Trainingscenter

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Nach der Begrüßung ging es direkt mit „First Aid“ los, Erste Hilfe für Flugbegleiter. An zwei Tagen lernten wir die Theorie über diverse Krankheitsbilder, die uns jederzeit an Bord begegnen können und noch viel wichtiger, wie wir in der Praxis auf diese reagieren können. Abschließend gab es einen kurzen Test, der bestanden werden musste.

Weiter ging es mit zwei Tagen „CRM“- Crew Ressource Management. Hier erfährt man alles über Soft Skills wie Kritikfähigkeit, Führung, u.v.m., die zu einer besseren Zusammenarbeit im Team führen.

Es folgten ein Tag „DGR“- Dangerous Goods Regulations, dem Umgang mit gefährlichen Gütern an Bord, Arbeitssicherheit und Datenschutz. Gleich am vierten Schulungstag wurden wir zur großen Weihnachtsfeier auf die MS-Rhein eingeladen. Bei einer Rundfahrt auf dem Rhein und reichhaltigem Buffet fühlten wir uns gleich voll integriert, was uns sehr motivierte.

Feuerbekämpfung auf dem Mockup

Feuerbekämpfung auf dem Mockup

Die zwei größten und wichtigsten Blöcke mit Abschlusstest bestehen im Kabinentraining, bei welchem man mit dem Passagierservice, dem öffentlichen Auftritt, der Marke Germanwings und Passagiergruppen vertraut gemacht wird. Die meiste und intensivste Zeit absolvierten wir in „SEP“- Safety and Emergency Procedures. Hier geht es ausschließlich um die Sicherheitsverfahren. Große Themen sind die Feuerbekämpfung, das Verhalten im Notfall, die Evakuierung und der Umgang mit schwierigen Passagieren. Dazu verbrachten wir viel Zeit auf der Attrappe, dem „Mockup“, um die Verfahren unter realen Bedingungen zu üben. Hier wird Ernst gemacht und ein hohes Maß an
Konzentration abverlangt.

Nachdem wir alle Tests zum oben dargestellten Training erfolgreich absolviert hatten, wurden wir unseren Stationsmanagern vorgestellt. Wenige Tage später ging es auch schon auf die Linie auf unsere „ACM“-Flüge.

Während der Schulung stellte uns die Germanwings an aktiven Tagen ein Hotelzimmer der Mittelklasse.

Meine Trainingsflüge

… auch „ACM“- Flüge für Additional Crew Member. Hier hatten wir an drei Tagen die Chance das Erlernte in die Praxis umzusetzen.  Dies bedeutet allerdings nicht, dass mit Welpenschutz zu rechnen ist. Von der ersten Sekunde an wurde ich voll einbezogen. So wurde im Briefing mein theoretisches Wissen abgefragt und auch an Board durfte ich – natürlich in Begleitung  einer erfahrenen Kollegin – alle Aufgaben selbst durchführen. Mein erster Flug ging von Stuttgart nach Bremen und zurück, um anschließend noch nach Pristina und zurück zu fliegen.

Und das Überraschungsthema?

Ach ja, das Mädchen von Tag 1. Sie war die erste Person, der ich auf dem gesamten Gelände begegnet war und vom ersten Augenblick an war sie besonders. Wir verstanden uns gut und als es dann für mich nach Stuttgart und für sie nach Hamburg ging beschlossen wir, dass wir uns wiedersehen würden. Wie diese Geschichte weiterging und inwiefern Germanwings uns half, dass wir uns immer wieder sehen konnten, möchte ich mir für den nächsten Artikel aufbewahren :)

Das Mädchen von Tag 1

Das Mädchen von Tag 1

 

Wer ist sie?

Wer ist sie?

Bis zum nächsten Artikel,

Jeremy

 

Vorschau

  • Pendeln und reisen mit Germanwings
  • Umstationierung