Hallo zusammen,

da dies mein erster Beitrag im Blog ist, stelle ich mich erst einmal kurz vor.

Mein Name ist Tobias, ich bin 21 Jahre alt und bin angehender Fluggerätelektroniker bei Lufthansa Technik, im zweiten Lehrjahr. Die Lehrwerkstatt habe ich bereits hinter mir. Momentan besuche ich einige Lehrgänge zu den Themen Elektrotechnik, Luftfahrt Englisch, Flugzeugtechnik etc. außerdem bin ich regelmäßig in den Nebenwerkstätten, wie Triebwerk-Werkstatt oder Kabinenwartung eingeteilt. Heute aber, möchte ich euch von einer besonderen Woche während meiner Zeit hier berichten.

Besichtigung des Aerocampus.

Im Zuge eines Kulturaustauschs zur Erhaltung der Deutsch-Französischen Freundschaft, wurde uns eine Dienstreise nach Bordeaux ermöglicht. Das Ziel ist es, uns die Luftfahrtbetriebe rund um die Region näher zu bringen. Mit meinen beiden Kollegen Daniel und Andreas habe ich die Reise in den Südwesten Frankreichs angetreten. Wir haben die Gelegenheit bekommen den Aerocampus kennenzulernen. Dort absolvieren Schüler ihr Abitur und lernen gleichzeitig einiges über Fluggeräte und Luftfahrttechnik, um für einen Beruf in dieser Branche vorbereitet zu werden. Der Campus verfügt nicht nur über Lehrsäle sondern besitzt auch Hallen, in denen Hubschrauber und Flugzeuge für Lehrzwecke verwendet werden. Dort wurden wir offiziell von den Vertretern dieses Projektes begrüßt.

Hangar-Besichtigung. Ausgemustertes Airbus A320 Cockpit.

 

 

 

 

 

Der erste Betrieb, den wir uns anschauen durften, war die Firma AIA. Hier werden Triebwerke und andere Bauteile, für beispielsweise den Airbus A400M, die Mirage 2000 oder den Tigre Helikopter gewartet, repariert oder modernisiert. Wir wurden durch die verschiedenen Abteilungen geführt und haben die Arbeitsabläufe erklärt bekommen. Bauteile von Motoren werden hier mittels automatischen Fräsen wiederaufbereitet. Bei der Endverarbeitung werden die Teile in eine chemische Reinigung gebracht und so gegen Einflüsse von außen geschützt.

AIA Gelände, im Hintergrund eine Mirage.

Der Zulieferbetrieb Stelia stand als nächstes auf dem Programm. Dort werden Tragflächen für die Airbus ATR Flugzeuge hergestellt. Auch hier wurden uns die Arbeitsabläufe erklärt, wie aus anfänglich verschiedenen Rohmaterialien Schritt für Schritt eine Tragfläche entsteht, die 22 Tonnen vom Boden abheben lässt. Am Ende der Produktion werden diese dann für einen Test mit einer treibstoffähnlichen Flüssigkeit gefüllt, welche die Belastung unter realen Bedingungen simulieren soll.

Vor den Pforten von Sabena technics.

Zu guter Letzt ging es dann zum Wartungsbetrieb Sabena technics. In den Hallen des Unternehmens werden große zivile Airliner und Militärflugzeuge instand gehalten. Die Kunden lassen hier größere Checks an ihren Fluggeräten durchführen. Flugzeuge, wie zum Beispiel des Airbus A380, A340, A300 oder Boeing 737 standen in den Hangars der Firma für Modifikationen oder größere Checks. Bei sogenannten C-Checks werden Triebwerke, Rumpf, Fahrwerk und Flächen auf Herz und Nieren überprüft. Leider durfte ich aus Datenschutzgründen in den Firmen keine Bilder aufnehmen.

Die "pont de pierre" die über den Fluss "Garonne" führt.

Führung durch Bordeaux's Altstadt.

 

Aber auch die kulturelle Seite Bordeaux’s blieb uns nicht verborgen. Für eine Stadtführung und einen Besuch der benachbarten Stadt Arcachon wurde gesorgt. Außerdem hatten wir die Chance, bei bestem Wetter, auf die höchste Düne Europas am Atlantik zu steigen.

Panoramablick auf der größten Düne Europas.

Der Aufenthalt in Bordeaux und Umgebung war super und ich freue mich im Januar auf den Arbeitseinsatz in einer der Firmen. Bis dahin sammle ich noch ein paar Eindrücke und werde euch gerne berichten.

Wenn ihr die Luftfahrt auch hautnah erleben wollt und an einem vielfältigen Job interessiert seid, dann schaut euch doch mal auf www.be-lufthansa.com um.

Also bis dahin, viel Erfolg!

Euer Tobi