Servus,

ich bin Leah und durchlaufe seit Anfang diesen Jahres das duale Studium „AIRcelerate Operations“ bei Austrian Airlines. In diesem Blogbeitrag möchte ich euch von unserer ersten Praxisphase am Flughafen Wien berichten.

Das Studium in Aviation Management an der Hochschule Worms begann im März 2018 und dauert insgesamt sieben Semester. In unserem ersten Semester haben wir viel über die Grundlagen in der Luftfahrtbranche gelernt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Rumpf einer Boeing 737 den gleichen Durchmesser wie das Triebwerk einer Boeing 777 hat? Außerdem erhielten wir Einblicke in die allgemeine Volks- und Betriebswirtschaftslehre und konnten durch die englischsprachigen Vorlesungen unser Business Englisch stärken. Nach den ersten Monaten der Theorie waren wir jetzt umso gespannter, was uns in Wien erwarten würde.

Mitte Juli war es dann endlich soweit: Mit vollgepackten Koffern, einer Menge Euphorie und Vorfreude starteten wir fünf AIRcelerater in unsere langersehnte erste Praxisphase – und das sogar an Bord unserer neuen Triple Seven. Die kannten wir bereits von der Feier zum 60. Geburtstag der Austrian im Mai, worüber wir ebenfalls eine Blogstory verfasst haben. Angekommen in Wien zeigte sich die Stadt von ihrer besten Seite und empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und 28°C. Gleich am nächsten Morgen startete dann unser erstes Abenteuer in der Ground Operations – dem Herz einer jeden Airline – wo wir für zehn Wochen hauptsächlich als Check-In- und Boarding Agent die Abläufe am Boden kennenlernen sollten.

In den ersten Tagen erhielten wir von unseren zwei Trainern sowohl eine theoretische Einführung, als auch die ersten Einblicke in das Check-In System “Altéa”. Hier lernten wir zum Beispiel erst, was wirklich im Gepäck mitgenommen werden darf (die Powerbank gehört ins Handgepäck!), bis zu welcher Größe ein Hund mit in die Kabine darf oder welche Dokumente zum Reisen benötigt werden. Im Anschluss an die Einführung erhielten wir dann unsere rote OS-Uniform. Frisch eingekleidet konnte es nun so richtig losgehen.

Jeder von uns fünf bekam für die erste Woche einen Trainer zugeteilt, der uns anfangs tatkräftig unterstützte und später nur noch über die Schulter blickte. Schnell wurde uns bewusst, dass uns eine aufregende, aber auch anspruchsvolle Zeit bevorstand.

Als Passenger Service Agent haben wir dann hauptsächlich im Check-In Bereich des Flughafens gearbeitet. Das heißt: Passagiere in Empfang nehmen, Passdaten abgleichen sowie Koffer wiegen und labeln. Übrigens, das Anbringen des Baggage Tags, das bei den trainierten PS-Agents immer so mühelos aussieht, ist tatsächlich gar nicht so einfach. Obwohl wir schnell bemerkten, dass die Anwesenheit am Flughafen viele Menschen stresst, hat es uns Spaß gemacht, den Reisenden mit Freude zu begegnen und sie hilfsbereit zu unterstützen. Besonders zur Ferienzeit ist der Flughafen tagsüber immer ausgelastet und selbst nach unserem letzten Flug um halb zwölf gibt es noch einige Aufgaben zu erledigen. Dies erlebte jeder von uns einmal im Nachtdienst, der nicht wie der normale Arbeitstag um 8 Uhr, sondern um 18:30 Uhr beginnt. Nachdem der letzte Flug das Terminal verlässt, müssen alle Arbeitsmaterialien neu aufgefüllt und sortiert werden. Morgens ab drei Uhr starten dann schon wieder die ersten Charterflüge. Der Flughafen Wien ist somit rund um die Uhr von OS-Mitarbeitern besetzt.

Das Boarding war eine weitere Aufgabe, die uns als Passenger Service Agent direkt am Gate bevorstand. Familien starteten hier voller Freude in ihre Ferien, während Geschäftsreisende erwartungsvoll ihre Heimreise antraten. „Servus und Guten Tag, ich begrüße sie ganz herzlich zu ihrem heutigen Flug nach New York.“ – Ich erinnere mich heute noch gerne daran, obwohl es anfangs eine Menge Überwindung kostete, vor 300 Menschen eine Ansage zu machen. Doch spätestens nach dem zweiten Mal machte dies richtig Spaß. Am Flugsteig bereiteten wir, in Absprache mit der Crew, dem Reinigungspersonal und dem Ramp-Agent, das Einsteigen der Passagiere vor. Dabei war natürlich auch die Kommunikation mit den Passagieren sehr wichtig: „Kann ich noch meinen Sitzplatz ändern?“, „Ist mein Gepäck verladen?“ oder „Erreiche ich in Frankfurt meinen Anschlussflug?“ sind Fragen, die häufig gestellt werden. Dabei ist oft echtes Fingerspitzengefühl gefragt. Besonders im Kontakt mit Passagieren aus der ganzen Welt haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, Sprachkenntnisse zu haben und flexibel zu agieren.

Beim Aircraft Cleaning durften wir tatkräftig mit anpacken und die Reinigungskräfte unterstützen

Beim Aircraft Cleaning durften wir tatkräftig mit anpacken und die Reinigungskräfte unterstützen

Darüber hinaus hatten wir die Möglichkeit viele “Insights” in die verschiedenen Bereiche der Ground Ops zu erhalten. So machten wir beispielsweise Erfahrungen mit aufgebrachten Passagieren am Ticketschalter, die nach einem verpassten Flug umgebucht werden mussten oder suchten in der Gepäckzentrale nach verlorenem Gepäck. Außerdem konnten wir das Vorfeld aus der Perspektive eines Ramp-Agents kennenlernen.

Zum Ende unserer Praxisphase hatten wir noch die Chance eine Exkursion nach Innsbruck, an eine Außenstation der Austrian Airlines, zu machen. Dort haben wir die Kollegen der Station und deren Arbeitsumfeld kennengelernt. Es war für uns alle sehr interessant, auch mal die Abläufe außerhalb des Hubs miterleben zu dürfen. Am Nachmittag besuchten wir das ebenfalls dort gelegene Callcenter von Austrian Airlines. Ob der Kunde seinen Hund in den Flieger mitnehmen möchte oder ein Kind unbegleitet fliegt – sämtliche Kundenanliegen werden hier aufgenommen und bearbeitet.

Unser Tagesausflug nach INN

Unser Tagesausflug nach INN

Neben vielen spannenden Einblicken in die alltäglichen Abläufe am Boden der Austrian Airlines konnten wir in unserer Freizeit den Sommer in der lebenswertesten Stadt der Welt genießen. Mit einigen persönlichen Geschichten der einzelnen Passagiere, vielen Erlebnissen und einer Menge Erfahrungen haben wir uns alle schweren Herzens von Wien verabschiedet. Es war eine wirklich abwechslungsreiche und unvergessliche Zeit für uns!

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es nun mit neuer Motivation in das nächste Semester.

Ich hoffe ich konnte euch einen spannenden Einblick in unsere erste Praxisphase geben und euch Lust auf weitere Berichte machen. Übrigens habt ihr die Möglichkeit in diesem Blog mit zu verfolgen, was unsere Kollegen aus dem kommerziellen Bereich, die gemeinsam mit uns in Worms studieren, diesen Sommer erlebt haben.

Wenn auch du Lust auf ein spannendes duales Studium im Herzen der Austrian Airlines hast, dann bewirb dich gerne ab Mai 2019 für den Programmstart im März 2020 und starte gemeinsam mit uns durch. Alle weiteren Informationen zum Studienprogramm „AIRcelerate Operations“ und den Bewerbungsfristen findest du unter www.be-lufthansa.de.

Bis bald,

eure Leah