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Moin Leute,

ich bin Felix, 19 Jahre alt und bin im 2. Ausbildungsjahr als Fluggerätmechaniker Fachrichtung Instandhaltungstechnik bei Lufthansa Technik in Hamburg.

Bald habe ich schon 2 Jahre rum und konnte sowohl in den einzelnen Lehrgängen in der Lehrwerkstatt, als auch in den Betriebseinsätzen direkt am Flugzeug viele Erfahrungen sammeln. Von Feilen über Sägen, bis hin zu theoretischen Lehrgängen wurden mir die Grundkenntnisse im Handwerksberuf beigebracht. Jetzt geht es langsam fachspezifisch in einzelne flugzeugorientierte Lehrgänge. Momentan bin ich mit fünf anderen Arbeitskollegen im Lehrgang „Flugzeugsysteme Instandhalten“. Der Praxislehrgang findet an unserem Trainingsflieger, einer Boeing 737-500, statt. Dort werden uns Kenntnisse, wie die komplette Flugzeugabfertigung, als auch der Ausbau von verschiedenen Geräten beigebracht. Außerdem lernen wir das richtige Ausfüllen von Bordbüchern, wie dem Ground Log Book (in dem alle Ereignisse und Arbeiten am Boden eingetragen werden) und Anwenden des Aircraft Maintenance Manuals (Wartungshandbuch des Flugzeugs), nachdem wir tagtäglich arbeiten. Der Lehrgang macht sehr viel Spaß, da wir viel über das eigentliche Flugzeug und dessen Systeme lernen, als auch die interessanten Geschichten unserer beiden Ausbilder, was sie alles schon in dem Beruf erlebt haben.

Jeden Morgen haben wir unseren Trainingsflieger fertiggemacht, um ihn in unsere Halle zu schleppen. Strom anschließen und anschalten, Hydraulikdruck überprüfen und unsere morgendliche Checkliste abgearbeitet. Sobald der Flieger in der Halle war, haben wir Bremsklötze vor und hinter die Reifen gesetzt, sowie den Flieger geerdet. Danach konnten wir mit unseren anstehenden Arbeiten beginnen.

Unsere morgendliche Routine beim Schleppen unseres Fliegers

Wir haben jetzt bald die drei Wochen rum und haben schon wirklich viel gemacht. Wir haben zum Beispiel jeden einzelnen Reifen an unserem Trainingsflugzeug gewechselt, sowie verschiedene Beanstandungen dokumentiert und bearbeitet.

Das Highlight des Lehrgangs war der Test der Motoren, dem sogenannten „Run-Up“ in unserer Lärmschutzhalle. Nach einer Einweisung in die Lärmschutzhalle und dem kompletten Ablauf konnte es losgehen. Der Test musste von zwei erfahrenen Mitarbeitern durchgeführt werden, da nur die beiden die Berechtigung hatten, die Triebwerke am Boden laufen zu lassen. Wir konnten alles im Cockpit mitverfolgen – wann sie welche Schalter betätigen, um die Triebwerke zu starten. Zum Schluss wurden beide Triebwerke abwechselnd auf bis zu 90% Leistung hochgefahren, um einen „Takeoff“ zu simulieren. Nach erfolgreichem Test haben wir am nächsten Tag das komplette Flugzeug, besonders die Triebwerke auf Leckagen oder Beschädigungen gründlich überprüft.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in so einen flugzeugspezifischen Lehrgang geben als Azubi. Wenn ihr Fragen habt, stehe ich euch am 28.07.16 von 19:00-21:00 Uhr im Be-Lufthansa Live Chat zur Verfügung, um eure Fragen über die Ausbildung zu beantworten.

Für mich stehen in nächster Zeit noch ein paar Theorielehrgänge, Betriebseinsätze, sowie mein Urlaub an. Ich werde euch demnächst wieder berichten.

Euer Felix

 

 
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