Hallo Ihr Lieben,

im März war es endlich soweit: Ich durfte zur Operations München. Uns als Auszubildenden wird im Rahmen der Ausbildung die Möglichkeit geboten einem Kollegen des OPS-Teams über die Schulter zu schauen und einen Eindruck von der operativen Abfertigung der Lufthansa und Partner Airlines sowie von der Überwachung der Flugzeuge zu bekommen.

An meinem besagten Tag traf ich um 14 Uhr bei den Kollegen von OPS ein und wurde zunächst mit Lärmschützern ausgestattet sowie mit einigen Regeln vertraut gemacht. Danach ging es per Auto zur Parkposition des Flugzeuges, an dem der sogenannte linecheck durchgeführt wurde.

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Beim linecheck läuft man die Parkposition des Flugzeuges ab und schaut ob in der näheren Umgebung gefährliche Teile liegen geblieben sind, die gegebenenfalls weggeräumt werden müssen. Nach dieser Aufgabe rollte schon der A320neo ein, an dem die weiteren Schritte vollzogen wurden. Zunächst wurde die Fluggastbrücke herangefahren. Es folgte der Tankwagen, das Catering und die Beladungsfahrzeuge, welche das Flugzeug für den Start vorbereiteten. Die wichtigste Aufgabe des Ramp-Agents während dieser Vorbereitungsaufgaben ist es, die Zeit im Auge zu behalten und die individuellen Sicherheitsvorkehrungen der unterschiedlichen Beladungen zu beachten. Das ging alles richtig schnell. Container wurden ausgeladen, und die Neuen gleich wieder eingeladen. Diese Maschine war nun „ready to push-back“. Das heißt, dass die Flugzeuge aufgrund ihres fehlenden Rückwärtsgangs zurück geschoben werden.

Daraufhin ging es mit meinem Kollegen zurück ins Büro um die Ladepapiere ins System einzugeben.
Nach dem ersten Kennenlernen des Arbeitsablaufes begab ich mich mit einem anderen Kollegen zu einem Langstrecken-Flugzeug. Dort wurde ich vom Ramp-Agent durch das Flugzeug geführt und konnte mir einen Eindruck von den speziellen Gegebenheiten machen. Da dieser Flieger Langstrecken fliegt, befindet sich z.B. im Laderaum ein Schlafcontainer für die Crew, welcher von dem Passagierdeck zugänglich ist.

Besonders spannend fand ich es, den Frachtraum zu betreten. Hierbei sah ich, wie die Paletten reingefahren und auf ihren Platz positioniert wurden. Unsere Aufgabe bestand nun darin die Paletten zu verlocken, das heißt, sie zu sichern, so dass sie sich bei Turbulenzen nicht von der Stelle bewegen können. Nach der Beladung brachten wir das Loadsheet (Verladedokument) zum Kapitän, der mit seiner Unterschrift den Abschluss der Beladung bestätigte.

Nachdem noch weitere Flugzeuge abgefertigt wurden, neigte sich der Tag auch langsam dem Ende und ich war um einige Erfahrungen reicher. Ziel des Einsatzes war es, einmal mit anzusehen, wie die Fracht unter Berücksichtigung verschiedener Prozessschritte draußen gehandhabt wird. Insgesamt hatte ich sehr viel Spaß und konnte mir nun ein vollständiges Bild vom Aufgabengebiet der OPS machen.

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Ich hoffe ich konnte euch einen Eindruck von meinem OPS-Einsatz verschaffen.

Viele Grüße aus München!
Euer Julian