Hallo,

ich bin Christian, Service Koordinator bei Lufthansa am Flughafen München. Wie ich zu Lufthansa gekommen bin und welche Aufgaben ich als Service-Koordinator habe, will ich euch heute erzählen.

Eine gewisse Unabhängigkeit war mir schon als Schüler wichtig, sodass ich eigentlich immer in den Ferien gearbeitet habe – ob in der Gastro oder als „Nachhilfelehrer“. So war es nur logisch, dass ich mir auch während des Studiums einen Nebenjob suchen wollte bzw. musste.

Ein guter Freund arbeitete bereits am Flughafen und als ich gesehen habe, dass es auch offene Stellen bei Lufthansa gab, habe ich mich damals einfach beworben und schwupp: ein paar Wochen später habe ich den Grundkurs besucht, fand mich kurz darauf ausstaffiert mit Uniform am Flughafen und habe meine „Ziehmama“ gesucht, eine erfahrende Kollegin die mich nach dem Prinzip „training on the job“ ausgebildet hat.

Ehrlich gesagt, Studium und Arbeit unter einen Hut zu bringen, war nicht immer einfach. Der Flughafen steht kaum still, das heißt Schichtarbeit ist unser tägliches Brot. Es kam nicht selten vor, dass ich in Uniform nach dem Frühdienst zur Uni gefahren bin und mich dort schnell umgezogen habe, bevor ich in die Vorlesung eilte. Damals hatten wir auch noch keine Online-Tauschbörse, weswegen meine Kolleginnen und Kollegen schon lachten, wenn ich mit meinem Dienstplan vor ihnen stand und wieder einmal dringend nach einem Tauschpartner für meine Dienste gesucht habe. Heute ist das viel einfacher. Über eine Online-Tauschbörse können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Dienstzeiten oder ganze Tage tauschen, wenn ein anderer Agent etwas Passendes anbietet.

10 Jahre später bin ich immer noch bei Lufthansa in München und eines werden euch die meisten meiner KollegInnen bestätigen: Einmal Lufthansa, immer Lufthansa.

Mittlerweile habe ich mich vom Service Agent zum Service Koordinator weiterentwickelt. Ich arbeite als fachliche Führungskraft und bin entweder einer der beiden Supervisor in der Check-In-Halle oder verantworte eine Anzahl von Flügen während meiner Schicht.

Für die Agents bin ich dann Ansprechpartner bei fachlichen Fragen, unterstütze und werde zu kritischen Kundengesprächen hinzugezogen. Bei all dem steht aber natürlich auch die Pünktlichkeit, Sicherheit und der Service für unsere Kunden in meinem Fokus, denn letztendlich laufen oftmals bei mir die Fäden als Verantwortlicher für einen Flug zusammen: Check-In-Schalter, Crews, Lounges, das Hub Control Center und viele mehr informieren mich über Unregelmäßigkeiten oder platzieren ihre Anfragen direkt bei mir. Das Telefon/Smartphone ist also mein Hauptarbeitsmittel und ich bin eigentlich den ganzen Tag im Betrieb unterwegs und laufe von Gate zu Gate.

Ohne Telefon geht bei mir nichts. Als Supervisor brauche ich alle relevanten Informationen über meine Flüge.

Ohne Telefon geht bei mir nichts. Als Supervisor brauche ich alle relevanten Informationen über meine Flüge.

Was ich dort dann genau mache? Das erzähle ich euch gerne das nächste Mal, aber so viel sei verraten: Wo so viele Menschen täglich unterwegs sind, gibt es immer wieder neue Herausforderungen, die wir als Team meistern müssen – von Überbuchungen bis Wetterchaos, von Verspätungen bis zu verpassten Anschlussflügen.