An einem Freitag Anfang April hatten wir wie immer unser morgendliches Meeting mit der gesamten Führungsmannschaft. Dabei haben wir erfahren, dass einer unserer neuen ausländischen Betriebe kurzfristig Unterstützung angefordert hat. Wir waren natürlich sofort bereit zu helfen. Niemand wusste genau, was uns erwartet und in welcher Form wir Unterstützung leisten können. Das einzige, was feststand, war, dass unser Einsatz zwei Wochen dauern sollte. Am Nachmittag hatte sich ein Team von sechs Mitarbeitern gefunden, welche sich am darauffolgenden Montag auf den Weg machten. Ich war einer von ihnen.

Vor Ort angekommen wurden wir direkt in den Betrieb gefahren und erhielten eine Einführung in die aktuelle Situation sowie eine Führung durch das Werk. Interessant war hierbei unter anderem, dass alle Produktionsbereiche gekühlt waren, dies ist in unserem Betrieb nicht der Fall.

Im Laufe des Tages trafen wir auf weitere Kollegen aus München und Großbritannien, welche zum Teil bereits mehrere Wochen den Einzug in das neue Werk begleitet haben. Nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten, wurden Teams von zwei bis drei Leuten gebildet, die dann Projekte in den einzelnen Bereichen übernommen haben.

Ab dem zweiten Tag ging es, in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort, an die Arbeit. Wir kümmerten uns um die Materialversorgung der Küchen, die Aufteilung der Kühlhäuser und auch um das Layout der Rampe, an welcher die Hubwagen für die Belieferung der Flugzeuge beladen werden. Primär ging es darum neue Standards einzuführen und die bestehende Struktur und die Abläufe weiter zu verbessern. Ansatzpunkte waren dabei beispielsweise die Layout-Planung, Beschriftung der einzelnen Arbeitsplätze, Definition von Stellplätzen und Implementierung von Versorgungsprozessen. Natürlich durften wir dabei nicht vergessen die Mitarbeiter über die Veränderungen zu informieren und zu schulen.

Ready for boarding

Ready for boarding

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So waren Veränderungen bereits sehr schnell sichtbar, sodass unser Aufenthalt um eine weitere Woche verlängert wurde. Dadurch konnten wir noch weitere Prozesse optimieren. Ein besonderer Erfolg war es, dass uns immer wieder Mitarbeiter erzählt haben, wie viel einfacher es nun für sie zu arbeiten ist.

Abschließend kann ich festhalten, dass es eine sehr spannende und lehrreiche Zeit war. Ich konnte einen anderen Betrieb mit seinen Prozessen und Eigenheiten kennenlernen. Interessant ist es vor allem, da wir in Frankfurt die gleichen Fluggesellschaften versorgen, diese aber völlig anders bearbeiten. Somit konnten wir auch einige Denkansätze für unseren eigenen Betrieb mitnehmen.

Bei der Verabschiedung von den Kollegen des unterstützten Betriebes sprachen diese die Einladung aus, nach der Sommer-Saison den Betrieb noch einmal anzuschauen. Wenn sich dann alle eingelebt haben, können wir die herausfordernde Startphase Revue passieren lassen.

Schaut auch beim nächsten Mal wieder rein oder lest in der Zwischenzeit die Blogs meiner LSG Sky Chefs Kollegen/-Innen.

Viele Grüße

Philipp