Moin!

Wir sind der Technik Students Jahrgang 2016 aus Frankfurt und wollen euch in diesem Blogbeitrag näherbringen, wie unser Alltag aussieht und welche Eindrücke wir während unserer letzten Praxisphase sammeln konnten.

Das duale Technik Students Programm kombiniert Theorie und Praxis in insgesamt 8 Semestern miteinander: Während der Semester absolvieren wir das Studium „Luftfahrtsystemtechnik -und Management“  (ILST-MT) an der Hochschule Bremen, in den Semesterferien stehen dann immer verschiedene Praxiseinsätze bei der Lufthansa Technik in Frankfurt an. Auch in Hamburg wird dieses Programm mit Studium an der HAW Hamburg angeboten.

In den ersten Semestern geht es an der Hochschule vor allem um Grundlagenfächer des Maschinenbaus, später folgen dann luftfahrt- und wartungsspezifischere Inhalte sowie einige ökonomische Module. Während den ersten Praxiseinsätzen haben wir in der Lehrwerkstatt die Grundlagen der Metallverarbeitung gelernt, in den Semesterferien vergangenen Februar sind wir nun einen Werkstätten- und Produktionsumlauf durchgegangen. Ziel dieses Einsatzes war es, die einzelnen Werkstätten und Abteilungen, sowie deren Abläufe und Organisation kennenzulernen.

Sonnenaufgang über der MD-11 Frachter Flotte

Sonnenaufgang über der MD-11 Frachter Flotte

Dies waren unter anderem die Abteilungen der Kurz- und Langstreckenwartung, der Kabinenwartung sowie der Wartung der Lufthansa Cargo Flotte. Dort haben wir Flugzeugreifen gewechselt, Passagiersitze repariert, unzählige sogenannte R-Checks, die meist täglich anstehen, durchgeführt, Beanstandungen der Crews behoben, und dabei von fünfminütigen Kleinreparaturen direkt am Gate bis zu umfangreichen Bauteilwechseln von kaputten Komponenten am Triebwerk miterlebt, wie vielseitig und ausgefeilt moderne Flugzeuge sind – und wie aufwendig ihre Wartung ist.

Spannend waren dabei auch die verschiedenen Triebwerkstestläufe, sogenannte Run-Ups, die teilweise im Leerlauf, andere aber auch bei bis zu 90% der Triebwerkleistung durchgeführt wurden. Nach aufwendigen Reparaturen – oder beispielsweise einem Triebwerkswechsel – sind solche Testläufe vorgeschrieben, um die volle Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.

Triebwerkswechsel A321

Triebwerkswechsel A321

Diese Abläufe kennenzulernen, vor allem auch bei den Run-Ups im Cockpit mit dabei zu sein und die Kräfte zu spüren, die die Triebwerke aufbringen (es wackelt ordentlich), war ein tolles Erlebnis. Auch die vielen versteckten Bereiche des Flugzeuges zu entdecken war sehr interessant, zum Beispiel das sogenannte E & E Compartment, ein Raum unterhalb des Cockpits, in dem die schier unzähligen Kabel der verschiedenen Systeme zusammenkommen und so mit den verschiedenen Computern eine Art Schaltzentrale des Flugzeuges bilden.

Cockpit eines A319 beim Run-Up

Cockpit eines A319 beim Run-Up

In Zukunft werden wir unsere Praxiseinsätze in den unterschiedlichen Engineering-Abteilungen verbringen, die wir uns selbst aussuchen dürfen. Dort geht es darum Kontakte zu knüpfen und vor allem wichtige Erfahrung für die spätere Tätigkeit (in einer dieser Abteilungen) zu sammeln. Im letzten Jahr besteht zudem die Möglichkeit den Praxiseinsatz an einem ausländischen Standort zu absolvieren. Dadurch, dass die Lufthansa Technik weltweit vertreten ist, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an, diesen Einsatz zu gestalten, wie zum Beispiel bei Lufthansa Technik Philippines in Manila oder aber auch bei Lufthansa Technik Shenzhen.

Wie ihr seht, bietet das Duale Studium bei der Lufthansa Technik sehr viel Praxisbezug und somit die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrung zu sammeln. Gleichzeitig hat man durch die freie Wahl der Engineering-Abteilung und der Option ins Ausland zu gehen viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.