Liebe Blog-Leserinnen und Leser,

mein dritter Blogeintrag widmet sich ganz dem Thema Innovationen. Die Business Unit Innovation bei der Lufthansa Technik ist zuständig für das Design, die Entwicklung und Herstellung von innovativen und luftfahrttauglichen Kabinenprodukten für Airlines sowie Business Jets. Bei unserem Besuch in dieser Business Unit saßen wir nicht, wie in den anderen Vorträgen, auf Stühlen in einem Besprechungsraum… nein! Wir saßen in einem riesigen Showroom auf Beanbags, schauten auf eine riesige Leinwand wie im Kino und lauschten gespannt den Weisheiten des Directors dieser Business Unit. Er unterrichtete uns unter anderem, dass es in seinem Gebäude keine Besprechungsräume gibt… nur Brainstormingräume :) Er erzählte uns seine Geschichte bei der Lufthansa und die größte Erkenntnis, die wir von ihm an diesem Tag gelernt haben, war: „Never take NO for an answer!“. Um gute Produktideen der Mitarbeiter nicht durch komplizierte Tools oder umfangreiche Präsentationen zu ersticken, gibt es den Bierdeckelprozess! Wir dachten zunächst das wäre ein Scherz, aber es ist wirklich so! Die Ideen werden auf Bierdeckel geschrieben, auf der einen Seite wird die Frage „What is the pain?“ und auf der anderen „What is to gain?“ kurz und knapp beantwortet. Nach Ideeneinreichung wird bei regelmäßigen Review Boards gewährleistet, dass jede Idee weiterverfolgt und im besten Fall auch umgesetzt wird. Da kam mir direkt unsere „Ja genau und…“-Übung vom ersten Improvisationstheatertag in den Kopf. Selbst die Prozesse der Lufthansa Technik ermöglichen es, dass jede Idee eine Chance bekommt.

 

Das Innovationsgebäude

Das Innovationsgebäude

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

 

Im Showroom

Im Showroom

Weiterhin sehr beeindruckend war für uns an diesem Tag „The Cave“ (Cave Automatic Virtual Environment), der virtual Fitcheck für VIP-Flugzeugkabinen. Immer wenn eine neue Kabine in ein Kundenflugzeug eingebaut wird, wird es zunächst in ein 3D-Abbild projiziert, um die Flugzeugzelle und die Systeme darzustellen. Darauf werden alle Bauteile in die virtuelle Flugzeugumgebung hinzugefügt. Somit  bildet „The Cave“ jedes Kundenflugzeug maßstabsgetreu dreidimensional ab und man hat die Möglichkeit Probleme schon vor Einbau der Kabine zu identifizieren. Die Anzahl der Änderungen an den echten Bauteilen reduziert sich und die Flugzeugliegezeiten verkürzen sich. Nach einer kurzen Einführung durften wir selber den zwölf Quadratmeter großen Würfel betreten und eine Reise durch ein virtuelles Flugzeug erleben. Wir trugen dabei spezielle Brillen mit sogenannten Reflektorkugeln, die von Infrarotkameras verfolgt werden. Somit konnten wir uns in einem virtuellen Raum bewegen und hatten oft das Gefühl Figuren in einem Computerspiel zu sein. Alle generierten Daten werden im Originalformat 1:1 abgebildet – das machte das Erlebnis für uns so real.

Bei "The Cave"

Bei „The Cave“

Abgerundet wurde dieser Innovationstag mit einem Vortrag des Bereichsleiters der Abteilung VIP & Executive Jet Solutions, in der „The Cave“ ihre Anwendung findet. Diese Product Division ist Komplettanbieter für die Neuausstattung, Umrüstung, Wartung und Überholung von VIP-, Regierungs- und Geschäftsflugzeugen. Hier konnten wir nochmal erfahren wie „The Cave“ strategisch eingesetzt und weiterentwickelt wird. Wir sprachen außerdem über die verschiedenen Produkte der Product Division, die aktuelle Marktsituation und über den Completion Process, der zwischen 14 und 78 Monate dauern kann. Den kundenspezifischen Wünschen sind kaum Grenzen gesetzt, außer ein Schwimmbad ist fast alles realisierbar! Nach diesem spannenden Umlauftag glaubten wir dem Werbeslogan zu 100%… Lufthansa Technik makes ideas fly :)

Nach diesem innovativen Tag, geht es morgen ziemlich abenteuerlich weiter… ich möchte nichts vorweg nehmen, aber es wird spannend!!!

Bis morgen,

Eure Melissa