Hallo alle Zusammen :-)

Nun ist es schon wieder Mittwoch. Die Zeit im Büro verfliegt so schnell, wie ein A380 abhebt ;-) Und das ist das perfekte Stichwort um euch von meinem ersten Abteilungseinsatz bei Lufthansa zu erzählen.

Am 04. Oktober 2012 hatte ich meinen ersten Arbeitstag im Sekretariat von FRA SV, die Abteilung, die für die Passagierbetreuung in der Halle und am Gate zuständig ist. Morgens um halb neun kam ich im Terminal 1 in Halle A an und fuhr in die dritte Ebene, um durch die Sicherheitstür hindurch zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen. Ich blickte einen langen Flur entlang, mit mehreren Büros an der rechten Seite des Gangs. Einzelne Büros waren beim Vorbeilaufen geöffnet, sodass man einen ersten Blick auf die Aussicht erhalten konnte, die mehr als beeindruckend für mich war und immer noch ist! Als ich im Sekretariat ankam und sah, dass mich hier die gleiche Aussicht erwartete, die ich zuvor gesehen hatte, war ich, glaub‘ ich, die glücklichste Auszubildende bei Lufthansa. Dieses Büro hat definitiv die beste Aussicht am gesamten Flughafen. Ein Schreibtisch mit direktem Blick auf das Vorfeld und die Start- und Landebahn! Ich kann also jeden Tag sehen, was passiert, wenn ein Flugzeug am Gate eintrifft. Ich kann die Beladung der Koffer, des Caterings und anderer Fracht beobachten und wie die Passagiere an Bord gehen. Man bekommt also alles mit, was mit einem Flugzeug geschieht, während es am Gate ist. Was mich seit meinem Praktikum schon am meisten beeindruckt, ist der A380, mein absolutes Lieblingsflugzeug, das knapp 500 Passagiere in 3 Klassen befördern kann und dem ich jeden morgen um 10:20 Uhr beim Start zusehe :-) Schade, dass nur die Boeing 747 an die Positionen der Gates passt, auf die ich gucke, aber der „Königin“ unter den Flugzeugen schaue ich natürlich auch gerne dabei zu, wie sie beladen wird ;-)

Mein Ausblick

Mein Ausblick

Nun aber zurück zu meinem ersten Arbeitstag. Als ich das Büro betrat, wurde ich bereits erwartet und somit herzlich von meiner Ausbildungsbeauftragten empfangen. Vom ersten Moment an fühlte ich mich wohl. Die ersten Tage wurde mir erst einmal alles Wichtige erklärt und ich bekam verschiedene Aufgaben zugeteilt. Ich kümmere mich um die Raumplanung für Teammeetings und andere Besprechungen der Mitarbeiter, beantworte E-Mails, nehme Telefonate entgegen und arbeite viel mit Word. Die Aufgaben sind vielseitig und abwechslungsreich und immer kommt etwas Neues hinzu. Was mir besonders gut gefällt, ist, dass ich Aufgaben von verschiedenen Mitarbeitern und auch vom Abteilungsleiter von FRA SV bekomme. Das gibt mir sehr viel Selbstvertrauen und zeigt mir, dass ich auch Aufgaben bekomme, die umfangreicher und verantwortungsvoller sind.
Ich bin hier sozusagen mitten im Geschehen des Flugbetriebs, denn SV beschäftigt rund 1700 Mitarbeiter aus dem operativen und dem administrativen Bereich. Operative Mitarbeiter sind zum Beispiel die Mitarbeiter am Check-in Schalter und Flightmanager, die sich darum kümmern, dass der Flieger pünktlich startet. Kurz gesagt alle Mitarbeiter, die eine Uniform tragen. Die administrativen Mitarbeiter sind in den Büros tätig und haben keinen direkten Kontakt mit dem Passagier, deshalb sagt man auch „Hinter den Kulissen“. Hier im Sekretariat ist man Ansprechpartner für alle Mitarbeiter, die Fragen zu verschiedenen Themen haben und wir versuchen natürlich weiterzuhelfen, auch wenn es uns vielleicht nicht direkt betrifft. Deshalb ist es wichtig, wenn man sich nicht nur in seinem eigenen Bereich auskennt, sondern zum Beispiel auch weiß, wer für die Dienst- oder Urlaubsplanung zuständig ist. Am Anfang war alles noch ziemlich viel, weil es so viele Begriffe gibt, die man vorher noch nie gehört hat, aber ich finde, Lufthansa hat sowieso eine eigene Sprache, wie man schon an den Abkürzungen wie FRA SV merkt :-P Jeden Tag lernte ich etwas Neues und bekam dadurch in den ersten Wochen einen besseren Überblick über die Abteilung SV und deren Mitarbeiter. Um die Station bzw. die Abteilung FRA SV auch im operativen Geschehen kennenzulernen, erhielt ich von meiner Ausbildungsbeauftragten die Möglichkeit, in die operativen Bereiche zu blicken, das heißt einen Tag am Check-in zu verbringen, am Boarding einer Maschine teilzunehmen und selber einen Tag als Flugbegleiterin erleben zu können. Das waren die aufregendsten und erlebnisreichsten Tage, die ich bis jetzt bei Lufthansa erlebt habe.
Und von diesen operativen Einsätzen werde ich euch morgen ausführlich berichten, denn die sind das komplette Gegenteil zu meinem Arbeitsalltag und nicht jeder Azubi hat die Möglichkeit, diese Erfahrung zu machen. Deswegen hoffe ich, ihr klickt morgen wieder rein, wenn mein letzter geschriebener Blog dieser Woche erscheint.

Liebe Grüße
Annika