Hallo ihr Lieben,

da ihr mich ja bisher nur als Dani, die Flugbegleiterin kennt, möchte ich euch heute mal einen kleinen Eindruck von meinem privaten Ich geben.

Mein Surfbrett und ich

Surfen mitten im Paradies

Als Flugbegleiterin habe ich mein Büro über den Wolken und mein zu Hause auf den unterschiedlichsten Plätzen dieser Welt. Da wäre der ein oder andere wahrscheinlich froh seinen Urlaub auf der heimischen Couch zu verbringen. Ich habe in meinem Beruf allerdings wirklich etwas gefunden das ich liebe. Daher liebe ich es auch privat auf Reisen zu gehen und die Welt zu erkunden. Da ich den Strand, die Wärme, die Sonne und vor allem die Wellen mehr mag als den Schnee und die Kälte, war für mich schnell klar: Meine Reise geht irgendwohin ins Warme. Da ich von den Philippinen, bzw. viel mehr von der kleinen Surferinsel „Siargao“ schon sehr viel Gutes gehört habe, sollte meine Reise auf die Philippinen gehen. Siargao gehört zu der philippinischen Provinz Surigao del Norte und liegt im Osten der Philippinen. Mit einer Fläche von 416 Quadrat Kilometern gehört Siargao dennoch zu den kleineren Inseln der Philippinen.

Anfang Februar ging es für mich dann erst mal los in Richtung Dubai. Natürlich mit Lufthansa. Ich muss sagen, das finde ich jedes Mal aufs Neue spannend, als Passagier zu fliegen. Und um ehrlich zu sein ist das für mich persönlich jedes mal eine ganz schöne Herausforderung. Zwar bietet Lufthansa, wie ich finde, selbst in der Economy Class den nötigen Komfort, wenn man es allerdings gewohnt ist den Flug laufend und arbeitend zu verbringen, ist den Flug sitzend zu verbringen doch jedes mal eine ganz neue Erfahrung.

Siargao, Philippinen

Flughafen Siargao, Philippinen

Genug aber dazu. In Dubai angekommen ging es dann mit dem nächsten Flieger weiter nach Cebu. Juhu, endlich angekommen auf den Philippinen. Allerdings noch nicht ganz am Ziel. In Cebu ging es dann nämlich erst mal ins Hotel. Am nächsten Tag sind wir dann mit einer Propellermaschine weiter nach Siargao geflogen. Und obwohl ich wirklich schon einige Starts und Landungen hinter mir habe, war ich doch etwas beunruhigt als ich die wohl kürzeste Landebahn der Welt, mitten im Dschungel, von Oben gesehen habe.

 

Privat verreise ich grundsätzlich nur mit meiner Boardbag. Allerdings war dieses mal doch eine Prämiere. Denn anstelle von einem Board hatte ich für diesen langen Trip sogar zwei Boards im Gepäck. Meine Zeit auf Siargao sollte nämlich ganze vier Wochen betragen. Meine Boardbag wurde mir am Flughafen von Siargao sogar persönlich überreicht. Als Surfer ist das immer der wichtigste und entscheidendste Moment. Immerhin ist mein Surfbrett mein größtes Heiligtum.

Nun aber genug Vorweg und los mit meinen persönlichen Eindrücken von den Philippinen. Würde ich nochmal her fliegen? Wie hat mir die Insel gefallen? Hat sich die Anreise von drei Tagen wirklich gelohnt? Ist Siargao wirklich so ein Paradies wie es im Internet beschrieben wird? Und was habe ich hier sonst noch so erlebt?

Dschungel

Grün, grüner, Philippinen

Erst mal vorweg: Ich bin wirklich begeistert von der Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und der Gastfreundlichkeit der Menschen, die hier auf den Philippinen wohnen. Obwohl sie selbst kaum etwas haben, sind sie trotzdem immer bereit zu helfen und selbst ihr letztes noch zu teilen.

Entgegen der Empfehlungen im Internet habe ich mich bewusst gegen ein Surfcamp oder ein Resort als Unterkunft entschieden sondern bin zusammen mit einer Freundin in einer netten Air BnB Unterkunft untergekommen. Die Besitzerin ist selbst deutsch und lebt hier seit 7 Jahren. Die Unterkunft liegt in General Luna, im Süden von Siargao und befindet sich damit unweit von Cloud 9. Der Name Cloud 9 versetzt Surfer immer wieder in eine Art Schockzustand. Entweder weil sie wie ich, unheimlichen Respekt vor der weltbekannten, schnellen, hohlen, über Riff laufenden und auf jeden Fall zerstörerischen Welle haben. Oder weil sie bereits auf einem Level angekommen sind, bei dem ihnen bei dem Namen Cloud 9 und dem Gedanken an die perfekte Welle, fast schon das Wasser im Mund zusammen läuft. Ich selbst habe mich bei der Spotauswahl allerdings doch lieber für andere, fehlerverzeihende Surfspots entschieden.

Leider war, als ich dort war, die Regenzeit noch in vollem Gange. Und da man die Autos auf der Insel wahrscheinlich an zwei Händen abzählen kann und der Weg zum Surf quasi immer über das Motorrad führte, war ich oft schon klitsch nass bevor ich überhaupt im Wasser angekommen bin. Wenn aber dann mal die Sonne raus kam, strahlt die Insel wirklich in voller Pracht. Die Sonne wird dann von dem türkisfarbenen Meerwasser reflektiert und das ohnehin schon saftige Grün des Dschungels wirkt nochmal intensiver.

Fischerboot

Neben dem Motorrad das gängigste Verkehrsmittel in Siargao

Da ich 4 Wochen auf Siargao verbringen durfte, hat sich die Anreise auf jeden Fall gelohnt. Für alles über 14 Tagen würde ich die weite Anreise wahrscheinlich auch nochmal in Kauf nehmen. Für alles darunter finde ich die Anreise von fast 3 Tagen aber doch zu weit. Das Klima auf der Insel ist wirklich super tropisch und noch dazu hat man von Deutschland aus gesehen eine Zeitverschiebung von +7 Stunden. Beides in Kombination hat mir gerade die ersten Tage doch ziemlich zu schaffen gemacht.

 

Da ich wirklich rein zum Surfen auf der Insel war kann ich zu den sonstigen Sehenswürdigkeiten leider gar nicht so viel sagen. Allerdings habe ich die philippinische Kultur doch etwas näher kennen lernen dürfen. So habe ich auf dem Weg zum Surfspot gezwungener Maßen einen Stop bei einer philippinischen Familie einlegen müssen. Auf dem Weg sind wir wohl zu schnell mit unserem Motorrad über einen Stein gerast und haben uns dabei einen Platten eingefangen. Unser Unglück hatte sich in dem Dorf in dem wir liegen geblieben sind allerdings schnell rumgesprochen, so dass der passende Mann direkt gefunden war. Für noch nicht mal 2 Euro wurde uns der Reifen repariert. Es war zwar leider zu spät um noch die nächste Welle abzufangen, allerdings konnten wir so immerhin sicher zurück fahren.

Philippinen

Endlose Sandstrände

Wer Urlaub auf einer Insel wie Siargao macht, muss sich gerade in der Regenzeit auf regelmäßigen Stromausfall einstellen. Aber da die Sonne hier sowieso schon um 5:30 Uhr auf und um spätestens 18 Uhr wieder unter geht, lebt man sowieso nach dem Licht. Die Stromausfälle haben mich somit nicht wirklich gestört.

Das typische Landesgericht ist hier übrigens „Adobo“. „Adobo“ ist eine Mischung aus Knoblauch, Zwiebeln, Essig, Lorbeerblätter und Zucker. Dazu wird entweder Fleisch, Fisch oder Gemüse mit in der Soße angebraten und dann zusammen mit Reis oder Nudeln gegessen. Außerdem solltet ihr unbedingt das berühmte „Pan de Coco“ probieren. „Pan de Coco“ ist vergleichbar mit einem deutschen Milchbrötchen. Allerdings wird es hier noch mit Kokosnuss gefüllt und statt im Backofen in einer Art Pizzaofen mit Kokosnusskohle zubereitet. Wirklich sehr lecker!

In Surigao spricht man die Sprache „Surigaonon“. So bedankt man sich mit dem Wort „Salamat“ und begrüßt sich am Morgen mit den Worten „maradjao na buntag“.

 

Ich hoffe euch hat mein kleiner Reisebericht gefallen! Jetzt sage ich, bis zum nächsten mal oder wie der Surfer sagen würde „Hang Loose“!

Eure Dani

 

P.S.: Habt ihr schon meine Videoclips auf YouTube/BeLufthansa gesehen? Dort findet ihr die Playlist Lufthansa Flugbegleiterin Dani on Tour :-)