New York City ist eine Weltstadt und zudem die bevölkerungsreichste Stadt in den USA. Wenn man an NYC denkt, denkt man an die Wall Street, an das Empire State Building, an den Hudson River. Aber wieso denkt man eigentlich nicht an Surfen?

New York City ist immer eine Reise wert

Das Bild wurde bereits im Sommer in New York aufgenommen.

Wenn man durch Manhatten läuft begegnet man ganz vielen unterschiedlichen Menschengruppen. Anzugträger, mit dem Handy am Ohr auf dem Weg zum nächsten Meeting. Familienväter, die ihre Kinder an der Hand haben, auf dem Weg zur Schule. Frauen, die sich mit dem obligatorischem Kaffe in der Hand mit High Heels an den Füßen durch die Kälte hetzen. Touristen, die an jeder zweiten Ecke die Kamera zücken, um die Schönheit New Yorks fest zu halten.

Aber wenn man sich die Zeit nimmt und genauer hinsieht, entdeckt man unter den ganzen typischen New Yorkern auch den Typen, der zwar im Anzug auf dem Weg zur Arbeit ist, der sich aber anstelle von Lackschuhen zum Anzug für die lässigen Vans und den Rucksack anstelle der Aktentasche entschieden hat. Sieht fast nach einem Surfer in Verkleidung aus…

Die Erfahrung, dass man auch in NYC auf entspannte Surferboys und coole Surfergirls treffen kann und vor allem dass man dort eine ziemliche Wellenausbeute erfahren und noch dazu die Erfahrung seines Lebens machen kann, das durfte ich in meinem letzten Layover lernen.

Aftersurf Bild

Surfen in der Stadt die niemals schläft.

Außentemperatur: 11 Grad; Wassertemperatur: 14 Grad. Da sind die Gedanken an eine sommerliche Surfsession schnell vergessen. Dazu gab es dann auch noch Wind! Aber zum Glück Off-Shore! Off Shore Wind ist vom Land kommender Wind und baut die Wellen auf. Daher ist der Off-Shore Wind ein Freund des Surfers.

Dass ich in NYC jemals zum Surfen ins Wasser komme daran hätte ich wohl in meinen Träumen nicht gedacht. Ich habe das Glück in New York City einen Freund zu haben, der wie sollte es auch anders sein, Surferboy ist! Zum Glück! Sonst wäre mir die wohl kälteste Surfsession meiner bisherigen Surfkarriere verwehrt geblieben.

Da wir in New York nur eine Nacht bleiben und das vom organisatorischen zu viel Aufwand gewesen wäre, musste mein geliebtes Brett dieses mal leider zu Hause bleiben. Aber mein new yorker Surfbuddy hat mir lieberweise eins von seinen Boards geliehen.

Metro fahren in NYC!

Mit dem Surfbrett in der Metro!

Da ich am Ankunftstag noch doch nicht mehr bereit für diese extrem kalten Temperaturen war, gings erst am Abflugtag ins Wasser. Ich bin mit der Metro nach Williamsburg, einem Stadtteil neben Brooklyn, gefahren. Dort habe ich dann meinen New Yorker Surfbuddy getroffen und dann gings für uns zusammen mit der Metro nach Rockaway Beach. Schon allein das war es wert. In welcher Stadt würde man sonst in der U-Bahn mit dem Surfbrett unterm Arm unterwegs sein?

Dort angekommen erwartete uns dann strahlender Sonnenschein und wunderbar cleane Wellen. Der erste harte Schritt war allerdings sich von seiner kuschligen, warmen Jacke zu trennen und sich bei eisigen Temperaturen in den Neo zu schälen. Ich könnte zwar nicht sagen, dass man sich an die Temperaturen gewöhnt sobald man erstmal im Wasser ist, aber sobald man den ersten Schock überstanden hat, den man definitiv bekommt, wenn man das erste mal mit dem Kopf unter Wasser muss oder wenn einem das Wasser das erste mal durch den Neo schiesst, ist die Kälte auf jeden Fall auszuhalten.

Surfen in NYC

Das Bild wurde aufgenommen kurz nach dem ich aus dem Wasser kam. Durchgefroren aber mehr als glücklich.

Ich habe durch die Surferei wirklich schon viel für mich einzigartige Momente erleben dürfen. Angefangen bei meiner ersten Erfahrung mit surfenden Delfinen, Schildkröten im Line up, Seelöwen im Wasser, die bis auf 1,5 m an mich und mein Board heran gekommen sind, aber als ich in New York Wale an mir vorbei schwimmen sehen konnte, war das definitiv einer der fasziniertesten und beeindruckendsten Momente in meinem Leben.

Wegbeschreibung

Der Standort zeigt euch wo genau ich surfen war.

Wer auch mal auch in NYC surfen möchte, der nimmt von Manhatten aus den A Train und steigt bei “Beach 67 Street / Rockaway Freeway” aus. Von da aus sieht man das Wasser dann quasi schon. Wer kein Brett dabei hat, kann sich bei “Breakwater Surf” bestimmt eins leihen. Den Surfshop findet man quasi direkt am Spot.

Die Bilder zu der Stadt New York in meinem Kopf sind jetzt auf jeden Fall nicht mehr geprägt von einer beeindruckenden Skyline oder dem hektischen Treiben rund um den Times Square, sondern ab sofort ersetzt durch Erinnerungen an eine unvergessliche Erfahrung mit vorbei schwimmenden Walen in den Wellen New Yorks.

Dass man beim Umziehen danach Mädels trifft, die direkt vom Wetsuit in das schicke Business Kleid schlüpfen, erinnert einen dann aber doch wieder daran, dass wir in New York City sind.

Eine Fahrt nach Rockaway Beach lohnt sich übrigens auch für alle Nicht Surfer. Gerade wenn man sich nach ein paar Tagen Trubel in der Stadt die niemals schläft mal nach ein bisschen Ruhe sehnt, bietet Rockaway Beach die perfekte Auszeit!

Die Skyline kann man übrigens am besten von den Brooklyn Heights bestaunen. Von da hat man einem atemberaubenden Blick auf die Freiheitsstatue und auf alles was Manhatten so zu bieten hat. Wer danach hungrig ist, dem empfehle ich übrigens mein Liebliengscafe „le pain quotidien“ in der Montague Street. Dort kann man super lecker frühstücken, aber findet auch zum Lunch ein passendes Gericht. Hier ist mir im Übrigen auch schon mal die bekannte Schauspielerin Uma Thurman über den Weg gelaufen ;).

 

Bis ganz Bald! Hang Loose!

Eure Dani :)

P.S.: Habt ihr schon meine Videoclips auf YouTube/BeLufthansa gesehen? Dort findet ihr die Playlist Lufthansa Flugbegleiterin Dani on Tour :-)