Im September 2018 bin ich in das StartTechnik Trainee Programm gestartet und habe mir vorab „aus der Ferne“ meine erste Einsatzabteilung und mein erstes Projekt ausgesucht. Dies ist gar nicht so einfach, wenn man das Unternehmen mit all seinen Möglichkeiten noch gar nicht so genau kennt. Gelandet bin ich in der Base Maintenance und hier bei Aircraft Modification, wo man sich um den kundenindividuellen Flugzeugumbau für kommerzielle Kunden, sprich Airlines, kümmert. Der Bereich wurde vor kurzem umstrukturiert und in verschiedene „Produkt Häuser“ untergliedert, in denen die verschiedenen Teams, bestehend aus zum Beispiel Projektleitern, Design Ingenieuren oder Business Consultants, zusammengefasst sind.

„Produkt Häuser“ aus dem Bereich Aircraft Modification der PD Base Maintenance

Im Rahmen der Umstrukturierung wurde das Projekt „Re-Inventing T/BS3“ ins Leben gerufen, welches zentral vom Business Consulting verantwortet wird. Ich selbst bin nun im Haus „Cabin Modification“ eingesetzt und sorge hier für die Umsetzung von „Re-Inventing“. Doch was bedeutet das konkret: „Re-Inventing“ steht bei uns für die Veränderung von Führungskultur, weg von hierarchischer und kontrollierender Führung hin zu mehr Eigenverantwortung und Selbstorganisation der Mitarbeiter. Ein solch komplexer Veränderungsprozess muss über einen langen Zeitraum aktiv gestaltet werden, deshalb ist eine meiner Hauptaufgaben das nachhaltige Change Management. All die Lösungsansätze für die verbundenen Themen werden meist in Form von Workshops erarbeitet, welche ich teilweise vorbereite und auch moderiere.

Da erfolgreiches Change Management sehr eng mit dem richtigen Mindset und der Akzeptanz der Mitarbeiter zusammenhängt, gehört neben dem klassischen Projektmanagement auch eine transparente Kommunikation zu meinen Aufgaben. Ein konkretes Beispiel aus unserem Projekt ist die unten abgebildete Projektwand. Diese hängt zentral und für alle einsehbar bei uns im Flur, so dass jeder Mitarbeiter jederzeit sehen kann, an welchen Themen die verschiedenen Arbeitsgruppen gerade arbeiten. Auf diese Art hat auch jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, neue, eigene Ideen durch Beschriften eines neuen Post-its zu platzieren. Nach dem Prinzip des agilen Projektmanagement kommen die Arbeitsgruppen alle 2 Wochen zusammen und resümieren den jeweiligen Arbeitsfortschritt sowie den des Gesamtprojektes. Entsprechend des Arbeitsfortschritts werden dann auch die Themen in Form von Post-its auf der Projektwand bewegt.

Projektwand im agilen Projektmanagement

Neben meinen Hauptaufgaben im Projekt schnuppere ich auch regelmäßig in das Alltagsgeschäft der Abteilung rein. So bin ich beispielsweise in ein Kabinenumbau Projekt involviert und unterstütze beim Thema Material Tracking. Da die Hersteller der Sitze, Galley oder Lavatories meist im Ausland ansässig sind und auch die Liegezeiten für den tatsächlichen Umbau in der Regel an ausländischen Base Maintenance Standorten durchgeführt werden, bringt ein solches Projekt viele spannende, internationale Schnittstellen mit sich.


Ich werde noch bis Ende Februar bei Cabin Modification bleiben und freue mich auf viele spannende Themen, die noch auf mich warten. Einige davon kenne ich bereits und vieles wird sich sicher auch noch spontan ergeben. Das ist das Schöne an einem agilen Umfeld: es wird niemals langweilig!

 

Profile of StartTechnik Trainee

Sarah Osterberg hat am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Wirtschaftsingenieurwesen und an der Technischen Hochschule Ingolstadt Produktionsingenieurwesen studiert. Neben ihrem Masterstudium arbeitete sie knapp drei Jahre bei der Audi AG in Ingolstadt in der Fertigungsplanung für Motoren und studierte für ein Semester in Neuseeland. Als StartTechnik Trainee absolviert sie derzeit ihren ersten Projekteinsatz im Bereich Aircraft Modification mit dem Schwerpunkt Kabinenmodifikation.