Liebe Leser,

getreu dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, möchte ich mich zuerst mit dem fachlichen Teil meiner heutigen Arbeit weiter widmen:

Wir blieben stehen beim Eingeben der Rechnung in SAP. Wir können uns vorstellen, dass jede dieser Rechnungen im Regelfall zügig bezahlt wird, jedoch das Geld erst dann wirklich „weg“ ist, wenn man die entsprechende Leistung erhalten hat – da wir uns hier im Dienstleistungssektor bewegen, spricht man auch davon, dass die Rechnung als „Aufwand“ gebucht wird, erst dann ist das Geld „verbraucht“. Erhält man nun eine Rechnung für Flugstunden unserer Flugschüler aus dem warmen und sonnigen Vero Beach in den USA, so wird diese Rechnung erst dann vollständig in den Aufwand gebucht, wenn die letzte dieser Flugstunden abgeflogen wurde, denn zwischenzeitlich könnte ja einer der Schüler krank geworden sein oder ein Unwetter hat den Flughafen lahm gelegt, so dass die Rechnung ggf. hätte storniert werden müssen.

Man kann sich also natürlich vorstellen, dass nach Eingang einer Rechnung, bis die Leistung vollständig erbracht ist, auch einiges an Zeit vergeht (mitunter sogar Monate) – und genau in dieser Zeit ändert sich auch gerne einmal unser lieber Freund, der Wechselkurs. Also hier haben wir erneut Differenzen, die es zu berücksichtigen gilt. Man sieht also, dass es hier viele Stellen gibt, an denen Kursschwankungen eine große und wichtige Rolle spielen und dass es darum geht, diese im Voraus mit Ihren Chancen und Risiken kalkulieren zu können. Ja, ihr habt richtig gelesen, es gibt auch entsprechende Chancen, denn bisher haben wir die Schwankungen immer nur als Risiko betrachtet – das ganze kann man eben aber auch andersherum betrachten.

Nun geht es wieder einmal auf Entdeckungstour durch das Gelände und zwar in einen gedämpften Raum mit vielen Flugzeugsitzen und großen Röhren – es handelt sich um sogenannte Dummys, in denen das Kabinenpersonal trainiert wird. Hier kann der Service der Flugbegleiter an Testpassagieren in realistischer Umgebung trainiert werden. Am Ende einer Ausbildung zum Flugbegleiter werden meist die Eltern/Familie hierher als „Passagiere“ eingeladen und das angehende Kabinenpersonal kann live vorführen, was in den 12-wöchigen Schulungen trainiert wurde.

Morgen, am letzten Tag meines Blogs, geht es weiter auf Besichtigungstour, aber ich möchte nicht zu viel verraten.

An meinem Arbeitsplatz

An meinem Arbeitsplatz

 

Viele Grüße

Sebastian