Ciao, Buongiorno, Pizza, Pasta, Gelati….und das war´s dann leider auch schon mit meinen Italienischkenntnissen. Aber mit heftigem Gestikulieren und doppelter Lautstärke kann man, wie ich gelernt habe, auch mit mangelnden Sprachkenntnissen sehr gut 80 Tage in Italien überleben. Aber nun von Anfang an…

Im April ging es für mich, als letzte Station im StartCargo-Traineeprogramm, mit rudimentären Sprachkenntnissen aber doppelt so großer Vorfreude und Motivation, ab in den Süden. Nur eine kleine tägliche Zugreise von Mailand entfernt, zwischen Schafen und Feldern inmitten der ländlichen Idylle von Vignate, liegt unsere schöne Lufthansa-Cargo-Station. Wohl gemerkt, trägt diese sogar einen eigenen 3-Letter Code, nämlich SWK, fertigt täglich viele Tonnen Fracht ab und bringt diese mittels Trucks direkt zu unseren Hubs in Frankfurt, München oder Wien.

Im Rahmen meines Projektes habe ich mich vor allem mit dem italienischen Luftfrachtmarkt und seinen Herausforderungen an die Cargo beschäftigt. Dabei hatte ich die Möglichkeit, nicht nur in Mailand direkt, sondern auch an den anderen italienischen Stationen in Florenz und Venedig, im engen Kontakt mit den Innen- und Außenverkäufern Lösungsansätze zu entwickeln und diese vor allem auch selbst vor Ort umzusetzen. Unterstützt wurde ich dabei vom Sales-Bereich, dem Salessteering-Team bis hin zum Topmanagement. Wirklich alle standen mir mit Rat und Tat zur Seite. Ganz egal, ob fachlich und projektbezogen, mit Tipps und Empfehlungen zur Wochenendgestaltung oder sonstigen Lebensweisheiten – in Italien wird einfach alles zur „Büro-Familiensache“ erklärt und so fällt es einem nicht wirklich schwer, sich schon nach wenigen Tagen wie zu Hause zu fühlen.

Aber – mal ganz unter uns bemerkt, natürlich wird auch in Italien nicht nur gearbeitet ;-). Während Mailand oftmals völlig zu Unrecht als „Industriestadt“ abgetan wird, entpuppte sich die Modemetropole als sehr vielschichtig. Neben Klassikern wie dem „Duomo“ und der „Galleria Vittorio Emanuele“ gibt es jede Menge versteckte enge Gassen, wunderbare Innenhöfe und Parks, sensationelle Restaurants und Shoppingmöglichkeiten sowie zahlreiche Events und Veranstaltungen. Außerdem eignet sich Mailand geographisch gesehen hervorragend als Ausgangspunkt für zahlreiche Wochenendausflüge ins restliche Italien. Auch wenn ich nur einen Bruchteil meiner langen Ausflugsziel-Liste „abarbeiten“ konnte, anbei ein kleiner Einblick in meine Zeit und das “dolce Vita“ in Italien…


80 Tage in 8 Bildern

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Leider neigt sich mein Aufenthalt in „Bella Italia“ nun dem Ende zu, und somit ist es auch an der Zeit für mich, ein Resümee zu ziehen:

Mein Projekt an der Außenstation war definitiv der Höhepunkt meiner bisherigen Cargo-Zeit. Nicht nur fachlich und beruflich, sondern auch für mich persönlich.

Was bleibt, sind viele wunderbare Erinnerungen, eine Vielzahl von neuen Kollegen und Freunden, zahlreiche Einblicke in den italienischen Luftfracht-Markt, eine große Portion Motivation und Pragmatismus durch das Leben an der Außenstation und ein Stück dieser speziellen italienischen Gelassenheit, die hoffentlich – wieder zurück in Frankfurt – noch lange anhält……

….und nicht zu vergessen, mindestens ein zusätzlicher Koffer voller (natürlich ausschließlich lebensnotwendiger) neuer Kleidung, Schuhen und Taschen und – als Folge davon – die logistische Herausforderung, all das nach Frankfurt zu überführen….aber dieses Risiko bringt ein ausgedehnter Aufenthalt in Mailand eben mit sich ;-)

Nun geht die Reise für mich erstmal zurück ins Headquarter, wo bereits die nächste große berufliche Herausforderung wartet….

Stay tuned!

Ciao,

Lisa