Moin Moin aus Hamburg, ich bin Johannes, 19 Jahre alt. Ich werde Fluggerätmechaniker Fachrichtung Instandhaltung und befinde mich gerade im dritten Lehrjahr.

Ich möchte Euch in diesem Beitrag von meinem drei monatigen Pilotprojekt im Lufthansa Technik Innovation Programm berichten. Das Lufthansa Innovation Programm gibt Azubis die Möglichkeit, berufsfremde Bereiche zu entdecken. Ich wurde gefragt, ob ich als erster Azubi in die Lufthansa Technik Entwicklungsabteilung schnuppern möchte. Für drei Monate bekam ich die Chance, in einem internationalen Team mit acht Nationalitäten und sechs unterschiedlichen Muttersprachen aktiv mitzuarbeiten.

Der Hauptbestandteil meines Projektes war der Roboter.

Der Hauptbestandteil meines Projektes war der Roboter.

Die Entscheidung war schnell gefallen und wie ich es bei Lufthansa gewohnt war, verlief die Einstellung super unkompliziert. Und so stand ich etwas nervös an meinem ersten Tag vor dem brandneuen Gebäude meiner Abteilung und ich kann sagen, Innovation ist hier nicht nur leeres Versprechen, sondern wird aktiv gelebt.

Nach einer kurzen Einführung und einer Vorstellung des Teams, alles auf englisch natürlich :-),  bekam ich einen Schreibtisch, einen Laptop und drei Masterarbeiten des Projektes. Es bestand aus einem robotergestützten, automatisierten Prüfsystem für Flugzeugbauteile.Meine erste eigene Aufgabe bestand aus der Entwicklung eigener Adapterlösungen und passender Werkzeuge für einen der modernsten Co-working Roboter, der zur Zeit genutzt wird.

Zack – war ich im Team und es war, als ob ich schon Jahre an dem Projekt mitarbeiten würde.

In diesen drei Monaten wurde ich „Profi“ im Mitprogrammieren des Roboters und lernte den Umgang mit verschiedenen Konstruktionsprogrammen wie zum Beispiel Solid Works. Ich hatte die Möglichkeit komplett selbständig eine mobile Lösung für den Roboter zu entwickeln und zu bauen. Während des Einsatzes konnte ich 12 Tooling Lösungen designen und per 3D-Druckverfahren zur Anwendung kommen lassen.

Dabei war ich überrascht, wie viel freie Hand mir mit meinem Projekt gelassen wurde. Ich konnte eigenständig Firmen anschreiben, von denen ich Spezialanfertigungen benötigte, oder mich mit Experten aus Italien und von Lufthansa austauschen, wenn ich Hilfe mit meinen Aufgaben brauchte.

Die Eingliederung in das Team verlief hier super einfach. Gleich in der ersten Woche durfte ich an einem Vortrag über Machine Learning und KI Systeme teilnehmen. Design Thinking Workshops und Produkt Vorführungen waren tolle Erlebnisse, von denen ich viel für mein späteres Berufsleben mitgenommen habe. Ein Highlight für mich war die Vorführung meiner mobilen Lösung für den Roboter, gegen Ende meines Einsatzes. Einen wirklichen Anteil, an der Entwicklung des Roboters gehabt zu haben, ist eines der schönsten Dinge, die mir bei diesem Einsatz passieren konnten. Ein großer Teil unserer Arbeit fand im ZAL in Finkenwerder statt, was für mich eine tolle Abwechslung darstellte. Das ZAL ist eines der modernsten Forschungszentren für die Luft- und Raumfahrt mit Beteiligung von Lufthansa Technik. Während meines gesamten Einsatzes herrschte eine elektrisierende Startup Stimmung, bei der es toll war, einfach mal zu anderen Teams zu gehen und deren Projekte kennenzulernen.

Das ZAL in Finkenwerder ist extreme modern und es ist eine Nummer für sich von dort aus zu arbeiten.

Das ZAL in Finkenwerder ist eine der modernsten Forschungszentren in Hamburg.

Die Arbeit im Team verdient natürlich eine eigene Erwähnung, denn bei Lufthansa ist arbeiten Teamwork. Es sei hier gesagt, dass es immer eine großartige Erfahrung ist, wenn Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um gemeinsam an etwas Größerem zu arbeiten. Die Umgangsformen waren ausgesprochen nett und unkompliziert. Gemeinsame Unternehmungen gab es reichlich. Bootsrennen auf der Alster oder das obligatorische Feierabendbier mit anschließender Clubtour durch das Nachtleben Hamburgs, sind nur einige Beispiele, die ich hier nennen möchte. Für mich war dieser Einsatz ein riesiger Blick über den Teller der Möglichkeiten, die einem eine Ausbildung bei Lufthansa bietet. Ich bin mit einer erfrischenden „and now to the Moon“ Einstellung aus diesem Einsatz herausgegangen.

Im Team fand man schnell Anschluss und neue Freunde.

Im Team fand man schnell Anschluss und neue Freunde.

Wenn Du Herausforderungen suchst, Du Spaß an Technik hast und am Puls der Zeit spielen willst, schau Dich auf der http://www.be-lufthansa.de/technik Website nach Ausbildungsmöglichkeiten um, oder schreib mir direkt, wenn du Fragen zum Beitrag hast.

Bis dahin Euer Johannes