Hallo liebe Leser,

ich bin Björn und dualer Student bei Lufthansa Systems aus dem Jahrgang 2013. In meinem ersten Blogbeitrag möchte ich euch von meiner Dienstreise nach Berlin berichten.

Berlin Foto

Donnerstag, 5.45 ich stehe am Regionalbahnhof vom Frankfurter Flughafen. Viel zu früh – aber es lohnt sich wenigstens – heute soll es zu einem Seminar bei Lufthansa Systems in Berlin gehen- Thema: „Airline Business Models“. Für ein Unternehmen wie Lufthansa Systems das an der Schnittstelle zwischen Informatik und Airline-Know-How arbeitet ist es wichtig bestmöglich geschulte Mitarbeiter zu haben – denn nur durch das breite Wissen der Mitarbeiter können wir die Lösungen entwickeln die der Kunde wünscht und seine Bedürfnisse frühzeitig erkennen. Das ist genau das was mir an meinem Studium bei Lufthansa Systems besonders Spaß macht – das „Spezial-Know-How“, welches nicht jeder hat.

Da ich viel zu früh am Gate bin entscheide ich mich schnell ein Foto für Be-Lufthansa zu machen – ihr sollt ja informiert werden, dass ein duales Studium bei Lufthansa Systems nicht nur heißt vor dem PC zu sitzen ;) Facebook/BeLufthansa

In Berlin angekommen, wird zu Beginn des Seminars erst einmal gesammelt: Wer ist schon einmal mit einem Low-Cost-Carrier geflogen? Würde er es wieder tun? Und was unterscheidet einen Low-Cost-Carrier, wie Ryanair, von einem Network-Carrier, wie Lufthansa?

Die Antwort: Ein Low-Cost-Carrier setzt auf ganz andere Strukturen als ein Network-Carrier:

Crewkosten

Bei einem Low-Cost-Carrier kehrt ein Crewmitglied am Ende des Tages an den Ursprungsort, an welchem es meistens auch lebt, zurück. Hierdurch spart sich die Airline neben den Hotelkosten auch Spesen.

Ein Network-Carrier lässt Crew-Mitglieder auch im Ausland übernachten. Hierdurch können Zubringerflüge zu den Drehkreuzen auch sehr früh angeboten werden.

Flughäfen

Denkt man einmal an die Flughäfen welche von Low-Cost-Carriern genutzt werden bemerkt man, dass diese meist nicht so zentral liegen wie die von Network-Carriern. Häufig werden auch Low-Cost-Carrier-Terminals genutzt – diese bieten wenig Komfort im Vergleich zu normalen Terminals.

Zusatzverkäufe

Bei Low-Cost-Carriern sind zahlreiche Leistungen nicht im Preis enthalten, die Tarifstruktur häufig komplex. Das klassische Beispiel bilden hier das Gepäck oder der Check-In. Checkt sich ein Kunde online nicht selbst ein werden hohe Zusatzgebühren für den Vorort-Check-In erhoben.

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Beispiele was aber an dieser Stelle zu weit führen würde.

: Die Unterschiede zwischen Network & Low-Cost-Carriern einfach zusammen gefasst: Andere Strukturen und Anforderungen der Kunden führen zu Kosten- und Service-Unterschieden

: Die Unterschiede zwischen Network & Low-Cost-Carriern einfach zusammen gefasst: Andere Strukturen und Anforderungen der Kunden führen zu Kosten- und Service-Unterschieden

Nach der Mittagspause haben wir uns dem Thema Low-Cost auf der Langstrecke gewidmet und warum es so schwer ist, diese zu etablieren. Hauptgrund ist der Wegfall zahlreicher Kostenvorteile, die ein Low-Cost-Carrier auf der Kurzstrecke hat, z.B. die geringeren Crewkosten und warum es aber doch funktionieren kann.

Interessant fand ich einen kurzen Ausflug in die Geschichte der Luftfahrt – bereits 1977 bot Laker Airways die ersten Flüge von London-Gatwick in die USA an – für 59 Pfund. Das Ticket wurde erst am Tag des Abfluges am Flughafen verkauft, Zusatzleistungen waren nicht inkludiert konnten aber gegen Aufpreis zusätzlich erworben werden. Wenn euch das interessiert, empfehle ich euch die Dokumentation über Freddie Laker. :)

Bevor ich dann gegen Abend zurück zum Flughafen musste habe ich mich noch einmal kurz bei dem Optimierer-Team von NetLine/Crew blicken lassen, wo ich meinen vorletzten Praxiseinsatz absolviert habe – mehr dazu lest ihr in Kürze hier auf blog.be-lufthansa.com

Obwohl der Tag wirklich anstrengend war muss ich sagen, dass es für mich ein toller Tag war. Alleine die Möglichkeit mal wieder nach Berlin zu fliegen, mit den Kollegen zu sprechen mit denen man drei Monate zusammengearbeitet hat und etwas neues über die spannende Airline-Welt zu erfahren, hat unglaublich Spaß gemacht.

Für mich ist das auch mit das Spannendste an einem dualen Studium bei Lufthansa Systems: Immer etwas Neues über Airlines zu erfahren und das dann in der Praxis anwenden zu können. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Schulung zu Airline-Prozessen – mal schauen wo diese dann statt findet. :)

Viele Grüße

Björn

P.S. Ihr habt Fragen zu diesem Artikel oder allgemein zum dualen Studium bei Lufthansa Systems? Schreibt uns an duales-studium@lhsystems.com