Hallo zusammen,

mein Name ist Glen, ich bin 21 Jahre alt, zurzeit im dritten Lehrjahr in der Ausbildung zum Fluggerätelektroniker bei der Lufthansa Technik und berichte euch heute über meinen Auslandsaufenthalt im wunderschönen Irland.

Das Cockpit eines A321

Das Cockpit eines A321

Angefangen hat alles mit einer Infoveranstaltung, bei der uns dieses Programm vorgestellt wurde. Zur Auswahl standen drei Standorte: Shannon, London oder Malta. Ich habe mich für Shannon entschieden und, nach der Bewerbung und ein paar Wochen gespanntes Warten,  die Nachricht bekommen, dass ich angenommen wurde.

Nun ging es ans Eingemachte. Es gab jede Menge Dinge zu organisieren: vom Auto über die Unterkunft bis zum Einpflegen der Reise in das interne System und jede Menge Papierkram. So verging die Zeit und ehe ich es mir versah, saß ich schon mit meinen beiden Kollegen aus Frankfurt und Hamburg im Flieger nach Dublin.
Nach der Fahrt einmal quer durch Irland und der Ankunft an unserer Unterkunft war erst einmal auspacken angesagt. Am nächsten Tag ging es dann das erste Mal zu unserem Arbeitsplatz für die nächsten vier Wochen.

Das besondere an der Wartung hier in Shannon ist, dass ausschließlich lange und extrem gründliche C- und D-Checks gemacht werden, bei denen das Flugzeug fast komplett auseinandergebaut wird. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung und ein paar organisatorischen Dingen wurde ich dem Kabinen-Team, einer der Flugzeugstationen im Hangar, zugeteilt und dann ging es auch schon los.

Ein Airbus A319 mit hochgeklappter Nase im Dock

Ein Airbus A319 mit hochgeklappter Nase im Dock

Die ersten Tage waren wir damit beschäftigt, letzte Checks an der Kabine eines Kunden-Fliegers durchzuführen und diese fit für die Abnahme zu machen. Direkt im Anschluss kam auch schon der nächste Flieger zu uns. Da dies ein D-Check war, bestand die Aufgabe zunächst darin sämtliche Sitze, Verkleidungen, Teppiche und Kabinenbauteile aus dem Flieger auszubauen und zur Inspektion an die einzelnen Werkstätten zu schicken.

Vordere Kabine eines Airbus A321 mit abgebauten Verkleidungen

Vordere Kabine eines Airbus A321 mit abgebauten Verkleidungen

Die nächste Zeit verbrachte ich mit verschiedensten Aufgaben, unter anderem mussten alle Sauerstoffbehälter markiert und ausgebaut werden, sowie die Gepäckfächer so ausgehängt werden, dass jeder Punkt der Flugzeugwand zugänglich ist. Die nun folgenden Inspektionen waren sehr interessant und lehrreich, da man so Dinge und Bauteile zu sehen bekommt, welche ansonsten nie zugänglich sind.

Cockpit eines A321 ohne Instrumente, Fenster und Teile der Verkleidungen

Cockpit eines A321 ohne Instrumente, Fenster und Teile der Verkleidungen

Ich persönlich habe einiges über den Kabinen-Aufbau und das Arbeiten an solch großen Checks gelernt. Meine Kollegen waren alle sehr freundlich und haben mir sowohl in Bezug auf die Aufgaben als auch auf die Strukturen vor Ort, sowie Land und Leute einiges beigebracht.

Neben der Arbeit haben wir die Zeit natürlich auch genutzt um so viel wie möglich von dieser schönen Insel zu erkunden. Wir waren jedes Wochenende unterwegs und haben dadurch fast die gesamte West- und Nordküste bereist und Erlebnisse gesammelt, die ich noch lange in Erinnerung halten werde.

Die grandiose Westküste Irlands

Die grandiose Westküste Irlands

 

Zusammengefasst war der Auslandseinsatz eine tolle, unvergessliche, aber auch fordernde Erfahrung. Neben der Berufserfahrung ist auch der Gewinn an sprachlicher Sicherheit im Umgang sowohl mit den Kollegen als auch mit den Dokumenten ungemein hilfreich. Jedem, dem sich die Gelegenheit bietet an einem solchen Auslandsaufenthalt teilzunehmen, rate ich dringend dazu diese wahrzunehmen. Die Erfahrungen, welche ich hier gemacht habe, werden mich noch lange begleiten.

Solltet ihr auch Lust auf solche Erfahrungen im luftfahrttechnischen Bereich haben informiert euch doch auf www.be-lufthansa.com über die Angebote und Möglichkeiten.

See you soon,

Glen